Ein Griff ins Bücherregal - Lesevergnügen für den werdenden Gastronomen (3)

Aus: "Das Gourmet Handbuch" - Udo Pini.

"BAR:

Flaschenreicher, entspannter Ort der Kommunikation, anfangs meist im Stehen, gegen das es anzutrinken gilt. Zum wahren Bargenuß gehört ein Mindestmaß an "Hemmingway of Life", denn in einer Bar wird Alkohol bar aller Kritik genossen und sicherheitshalber bis zur Unkenntlichkeit gemischt. Gute Barkeeper haben Hunderte Mixturen für Drinks im Kopf, greifen nahezu blind und zielsicher nach den benötigten Flaschen, dosieren auch grundsätzlich ohne Meßbecher und arbeiten mit elegant diskreter Körpersprache. Kenner fliegen auf beste Bars und werden deshlab barflies genannt, die HARRY'S NEW YORK, der Inbegriff einer American Bar, als tanzendes Pärchen in Ihrem Logo hat. American Bars haben meist nur noch als Hotelbars überlebt, Szenebars mit hektisch wechselnden Drink Moden und betontem Erlebnisambiente ziehen meist ihren Gästemix dem gepflegten Getränk vor."


Herr Pini, Bitte bei Neuer Auflage überdenken:

  • es wird weniger bis zur Unkenntlichkeit gemischt.
  • Der eine oder andere brauchbare Bartender soll schon einmal einen Messbecher genutzt haben
  • American Bars sind in fast keinem Hotel mehr anzutreffen. Der Conroller hat die Barkultur im Hotel in der Regel gestrichen

Kommentare

  1. Mein Griff in Bücherregal :

    Aus: „Schumanns Barbuch 3.Auflage 1984, Seite 32, Hinweise und Vorschläge“

    „Ein professioneller Barmann braucht kein Messglas, er sollte das Abmessen im Handgelenk haben.“
    „Ein Barmann greift seine Flaschen selbstverständlich beinahe blind –und er weiß, was in den Drink hineingehöhrt“

    Wenn ich ehrlich bin, hätte ich das 1984 wohl genau so gesehen wie Herr Schumann damals.

    Interessante Paralellen im Text, von wann ist das "Das Gourmet Handbuch“?

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