Offener Brief an die DBU e.V.

Geschätzte Kollegen,


Ich will kein Hehl draus machen. Seit Jahren spiele ich mit dem Gedanken aus dem Verein Deutsche Barkeeper Union auszutreten. Ich nenne es bewusst Verein, denn den selbsterklärten Status eines Berufsverbandes erfüllt „unser“ Verein in meinen Augen bei weitem nicht. Und, Nachname hin oder her, eins bin ich nicht: ein Vereinsmeyer (mit Y bitte schön! ).

Doch, andererseits, sind die seit einiger Zeit überwiegenden Online stattfindenden Unkenrufe gegen die DBU mir ebenso ein Dorn im Auge. Dieses verallgemeindernde Schlecht Reden bringt niemanden etwas. Denn, hinter der Organisation stehen Namen. Einige von Ihnen kenne ich, viele, auch mir unbekannte, sind von ganzem Herzen engagiert, und gehen auf in Ihrem "Verein".

Diese oberflächlich zu kritisieren liegt mir fern. Als junger Bartender, um die 20, bin ich der DBU Hamburg beigetreten und muss sagen: Seinerzeit mit großen Erwartungen & Hoffnungen. Und obwohl diese fast alle Enttäuscht wurden, bin ich immer noch Mitglied.

Der in meinen Augen einzige Sinn dieses Vereines besteht darin, als Berufsverband den Beruf Bartender zu unterstützen. Nicht mehr, nicht weniger.

Soweit ich zurückdenken kann, steht die DBU im Zeichen der Kritik. Und die Antwort der Kritiker der Kritiker ist dann in der Regel: Wer was verändern will, soll sich beteiligen.

Gut, ich mach den Anfang:

Heute lass ich einen Status auf Facebook und diesen nehme ich als Anlass für ersten Antrag den ich bei der DBU stellen werden. Kurz und knackig soll er heißen:

„Hiermit beantrage ich die Beendingung der Kooperation zwischen Drinks-Magazin und der DBU Deutschland“ (inklusive des Zwangsabonemments)"...

Doch so ein Antrag ist nicht schnell gestellt. Warum? Weil es der DBU an einem der wichtigsten Punkte für einen Verband zu fast 100% fehlt: Transparenz!

Also müsste mir zu erst jemand erklären: Wie ist die DBU organisiert. Sind die Landesverbände Einzelvereine oder ist es ein Gesamtdeutscher Verein? An wenn und in welcher Form sind Anträge wie zu stellen, wenn Sie bundesweit entschieden werden sollen? Geht das überhaupt?

Dann müßte ich wissen: Wie sieht die Kooperationsvereinbarung zwischen Drinks Magazin und DBU e.V. aus? Hiermit möchte ich beantragen, das sämtliche diese Kooperation betreffen Verträge etc online gestellt werden, Zum Download für jederman einsehbar.

Außerdem würde ich gerne wissen wie die DBU im ganzen organisiert ist und welche Firmen sie betreibt. So weit ich weiß zumindest eine sogenannte Service GmbH?

Des weiteren möchte ich beantragen, das sämtliche Buchhaltung des Vereins kurzfristig und detaliert jedermann zugänglich Online zum download bereit gestellt wird.

Also, meine Frage an die Vorsitzenden und die Geschäftsführerin „meines“ Vereins:

Wie stelle ich oben genannte Anträge formell korrekt und wie ist die DBU überhaupt organisiert?

Falls jemand Auskunft geben kann, wie so etwas rechtlich im Vereinswesen geregelt ist und ob ein Zwangsabonemment für eine Zeitschrift bei einer Vereinsmitgliedschaft überhaupt zulässig ist, bitte ich Tips in den Kommentaren.

Freue mich auf Antworten

Jörg Meyer

Posted via email from Joerg Meyer

Kommentare

  1. Hallo Jörg,

    Hut ab, sehr interessaner Artikel.

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  2. Da sprichst Du den meisten Bartendern ja aus dem Herzen. Ich denke besonders an die der Sektion Niedersachsen. Um dir weiter zu helfen, werde ich gern den rechtlichen Part abklopfen, und Deinen Brief an einen befreundeten Anwalt weiterleiten, der Dir gern helfen wird.

    Grüße aus Bad Salzuflen

    Christian Steffen

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  3. Werde am 13.10.2009, um 13:00 Uhr, an der DBU-Sektionssitzung HH/SH in der NOX-Bar Hamburg teilnehmen.
    Mal sehen, ob hier diese Problematik thematisiert wird.

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  4. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  5. Hallo Joerg,
    in der Satzung des Vereins steht so einiges interessantes darin. Du solltest sie mal sehr aufmerksam lesen, ich habe sie mehrmals schon durchgeforstet und immer war sie mir schon ein Graus. Dieser Verein hat sich seine Satzung so gebaut und damit auch die Zweifler rausgesiebt.
    Die entscheidende Sitzung die diese Zwangsehe Drinks und DBU loesen koennte ist nach meiner Meinung nur der Hauptverbandstag, es sei denn ein Drittel der Sektionen berufen einen ausserordentlichen Verbandstag. Die Fristen hierzu sind aber seltsamerweise nicht geklaert. Auch klaert sich nicht, ob alle Sektionen nur eine Stimme haben oder es von der Mitgliederzahl abhaengt. Dein Jahresbeitrag sind uebrigens 120 Euro(?) und dafuer erhaelst du unter anderem auch das Magazin Drinks kostenlos, aber du bist damit kein direkt privates Abo eingegangen. Es ist auch bisher nicht klar, ob die DBU dann wirklich 35 Euro fuer das Drinksabo an den Herausgeber zahlt. Falls ja kann man Herrn Rosenberg nur gratulieren, aber denjenigen von der DBU der das verzapft hat sollte man rechtlich mal genauer befragen.
    Mike, der noch anmerken moechte wie immer laeuft diese Diskussion nicht im Forum der DBU...

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