29.11.2009

Warum ich aus der Deutschen Barkeeper Union DBU e.V. ausgetreten bin

Vor einigen Tagen bin ich aus der DBU ausgetreten. Ich erhielt einige Emails zu diesem Schritt, und erlaube mir nun hier öffentlich zu antworten. Menschen die sich eigentlich mehr für gute Drinks, als für Vereinsgeschichten interessieren, sei folgendes Empfohlen: NICHT weiterlesen, in eine gute Bar gehen und einen Drink genießen!

Also, Austritt aus der DBU.  Ein Schritt, der schon lange überfällig war,  den ich aber immer vor mich hingeschoben habe. Vor mich hingeschoben, nicht, weil dies nun ein so großer Schritt gewesen wäre, nein, sondern einfach nur so, wie es mit einigen Dingen manchmal so ist.

Überfällig zum einem, da mich einige grundsätzliche Überlegungen zu diesem selbsternannten „Berufsverband“ schon seit langem zu einem Austritt tendieren lassen, Überfällig zum anderen, da mich die Antworten auf meinen Offenen Brief nahezu durchgehend davon überzeugt haben, das der „Verein“ DBU weder in der Vergangenheit, noch so glaube ich in naher Zukunft, das Berufsbild „Bartender/Barkeeper“ angemessen in der Öffentlichkeit repräsentieren kann.

Es wird Ihnen aufgefallen sein: Es geht, das sollte man schön säuberlich auseinander halten, um zwei Dinge. Um das „Repräsentieren“, die DBU nennt sich hier Berufsverband und um einen Verein inklusive Vereinleben selbst.

Persönliches Grundproblem Nummer Eins: Vereine sind nicht mein Ding. Nein, Vereine sind mir in der Regel sogar zuwider. Ich habe einige Bekanntenschaften mit Vereinen in jüngeren Jahren gemacht, die meine Abneigung felsenfest haben werden lassen. Und ich wäre Ihnen jetzt dankbar wenn mir nicht das Wort im Mund umgedreht wird. Weder die DBU, noch die damit verbunden Personen, sind mir zu wider. Hier geht es um ein juristisches Grundkonstrukt, eine Juristische Person, die ich Grundsätzlich nicht mag: Den eingetragen Verein.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber grundsätzlich assoziiere ich mit Vereinen und Vereinsleben dunkle Dinge. Jovialität und Fratalisierungen sind da sicherlich das kleinste Übel. Vereine sollten in der Regel ein „Höheres“ Ziel verfolgen. Das kann noch so abstrakt sein, nur berechtigt dieses Höhere Ziel in Kombination mit einer Zusage, dies nicht mit dem Bestreben des Gelderwerbs zu kombinieren, einen Verein erst dazu, vom Staat den steuerlichen und rechtlichen  Sonderstatus eines eingetragenen Vereins zu bekommen.

Und in der Regel wird diese Sonderstatus ausgenutzt. Entweder agiert der Verein selbst unter der Hand wirtschaftlich. Und manchmal entwickelt der „kleine Mann“, der da draussen oft nichts wird (nein, nicht einmal Wirt!) hier eine besondere Dynamik. Statt sich um seinen Beruf oder seine Firma zu kümmern, wird dann „Sein“ Verein wirtschaftlich  perfektioniert.

Oder aber ein Teil der Vereinsmitglieder nutz den Verein dazu aus, ihre persönliches Wirtschaftliches Unternehmungen zu unterstützen. Von illegalen Machenschaften, persönlicher Bereicherung u.s.w will ich jetzt gar nicht erst anfangen.
Sicherlich, nicht bei allen Vereinen, aber bei fast allen, zumindest den größeren trifft dies zu, zumindest meine Erfahrung. Sehr schade finde ich auch, das statt einer gemeinnützigen „Höheren“ Sache zu dienen (In unserem Falle wäre es vielleicht das Wertschätzung des Berufs Bartender) das Vereinsleben oft irgendwann dazu übergeht von „UNS“, den Mitgliedern, und den anderen zu reden. Es werden gräben gezogen, wo keine sein sollten. Statt „offen“ ein gemeinsames Höheres zu verfolgen, wird oft der kleinste gemeinsame Nenner, die MITGLIEDSCHAFT, glorifiziert und als wichtig erachtet.

Hinzu kommt, das man über die Jahre mit Vereinen Monster erschafft. Generationen von Mitgliedern schrauben an Satzungen etc, bis zur Unkenntlich / Unverständlichkeit. Ganz zu schweigen von der Tatsache, das bei großen Vereinen immer ein Kompromiss gefunden werden muss. Die Ergebnisse sind dann manchmal Mittelmass, statt der gewünschten Klasse. Das ist dann zwar augenscheinlich „Demokratisch“ - aber trotzdem zum heulen. Hilft einen ja auch nicht. Ich such mir lieber die Leute aus, mit denen ich etwas zusammen mache. Egoistisch, ich weiss. Aber gut so, finde ich. Mit einer unüberschaubaren Menge an mir Unbekannten in „einem Boot“ zu sitzen, ist mir grundsätzlich suspekt.

Also im Grunde genommen kosten Vereine Kraft & Zeit. Wenn Du ein Ziel möglichst umständlich, aufwendig zu 65% erreichen willst = Gründe einen Verein. Ich persönlich stehe auf 99%. Vereine verumständlichen Sachverhalte bzw. Lösungsfindungen und sorgen für ein gehöriges Mass an  Mittelmäßigkeit. Sie bremsen um Ihrer selbst willen.

Andererseits bieten Vereine je nach dem natürlich auch vermeintliche Vorteile. Nur sehe ich diese im allgemeinen exponentiell schnell schwinden. Galt ein Verein vor Jahren noch als Treffpunkt von Gleichgesinnten, mag das Anliegen / Hobby noch so speziell sein, hat das Netz diese Funktion nahezu unwichtig gemacht.

Das zählt selbstverständlich auch für die DBU. Der mir wichtigste, vielmehr oft einzig sinnvolle Tagesordnungspunkt bei vielen DBU Sitzungen war die Kaffeepause (und der Gin & Tonic nach der Sitzung).  Mag sich vermessen anhören, aber Produktpräsentationen von „Vertretern der Industrie“ haben mich noch nie interessiert. Mich interessieren Menschen. Und davon hat die DBU selbstverständlich auch viele großartige zu bieten. Und ich freue mich diesem Menschen dann einmal im Monat wieder zu sehen. Eine perfekte DBU Sitzung für mich wäre gewesen: 2 Stunden Small Talk und 20 Minuten Vereinsarbeit + Null Produktpräsentationen und andrer blinder Aktionismuss.

Aber zurück zum Thema: Den Kontakt zu „Gleichgesinnten“ muss heute keiner mehr über einen Verein herstellen. Das Netz bietet viele Möglichkeiten, Gleichgesinnte zu finden. In der Regel vielfach mehr, als es ein Verein jemals kann. Denn das schlimmste was den meisten Vereinen verloren geht, ist der Open Mind. Vereinsmitglieder denken oft  in WIR und die anderen. Was für ein Schwachsinn.

Also, Vereine sind nicht mein Thema. Ein Interessenverband für Bartender hingegen könnte ich eventuelle  etwas abgewinnen. Das dieses meist auch organisiert sein muss, könnte man natürlich notgedrungen, das Konstrukt eines Vereins hierzu missbrauchen, leider wie im Fall der DBU - fehlgeschlagen!

Früher, als ich in die DBU eingetreten bin, fand ich es großartig dem „Berufsverband“ anzugehören. Irgendwann habe ich dann erkannt, das die DBU niemals Berufsverband war und heute denke ich, es bitte auch nie sein sollte.

Die Zeiten haben sich geändert. Netzwerke und Kontakte aus unsere Branche sind heute kein Problem mehr. Daher ist selbst ein Berufsverband in meinen Augen nicht mehr so wichtig. Sollte mann dennoch so einen Art Plattform formieren wollen, gibt einem die fehlende Notwendigkeit eine gewisse Entspanntheit. Da es nicht mehr eilt, hätten wir Zeit, das ganze einmal neu aufzuzäumen. 

Es sollte darum gehen, einige, sehr wenige Ziele zu definieren. Eine Interessenvereinigung sollte sich ganz einfach um zwei Dinge kümmern. Sie sollte die fantastische Vielfalt des Bartender in der Öffentlichkeit fördern. Und Sie sollte Fort- und Weiterbildung für Anfänger und Fortgeschrittene anbieten. Und zwar unter dem 1000% Mantel der Neutralität. Einzig und allein der Qualität verschrieben. Am wichtigsten scheint mir dabei ebenfalls eine Liste zu sein, was man alles NICHT machen sollte. SOnst läuft das aus dem Ruder. Wie in der Vergangenheit.

Hinzu kommt in meinen Augen ein weiterer wichtiger Punkt: Transparenz und Offenheit.  Eine Sache hat mich unglaublich bei allen Antworten der Entscheidungseben DBU auf meinen offenen Brief gestört. Niemand war der Meinung, das die gesamte Buchhaltung der DBU bis aufs letzte sofort online für jedermann zugänglich gemacht werden muss.

Diese Antwort hat mich eindeutig dazu bewegt, aus der DBU auszutreten. Oder besser formuliert, er war der Ausschlaggebende Grund. Wenn die Offenlegung der Finanzen bei einem Verein ein solches Problem zu sein schein, möchte ich Ihm nicht angehören. Punkt!

Gründe auszutreten gibt es viele und ich kann mir auch nicht vorstellen, der DBU wieder beizutreten. Allerdings: Ein gemeinnütziger Verein, der die Gelder vieler Mitglieder verwaltet und nicht von sich aus bereit ist,alles daran zu setzen, sämtliche Geschehnisse so Transparent wie möglich zu gestalten, sollte man in keiner Weise unterstützen. Jede noch so kleine GmbH muss Ihre Ergebnisse im Netz veröffentlichen (mal Lust die Verluste des Le Lion zu recherchieren...?) Bei einem gemeinnützigen Verein sollte das selbstverständlich sein. Auch ohne gesetzliche Auflage ist dies der Ursprung für notwendiges Vertrauen. Da dies anscheinend nicht durchsetzbar ist, meine dringende Empfehlung an alle Mitglieder: Austreten!

Ein Zusammenschluss  vieler zu einem Gemeinnützigen Ziel ist eigentlich eine unmögliche Sache. Dieser Drahtseilakt kann nur halbwegs gelingen, wenn man einander Vertraut. Dieses Vertrauten kann nur ernsthaft gefestigt werden, wenn es als Selbstverständlich gilt, sämtliche Entscheidungen, ob finanzielle oder Administrativer Natur, zu 100% transparent zu gestalten.

Das dieser Wille zur 100% Transparenz nicht zu 110% als Selbstverständlich bei vielen, gerade auch den „jungen“  Entscheidern, nicht kompromisslos vorangetrieben wird, sozusagen selbstverständlich „höchste“  Priorität hat, lässt für mich nur erkennen: Hoffnungsloser Kampf gegen Windmühlen. Zeitverschwendung. Sorry to say.

Aber das einzige was mich wirklich interessiert ist etwas Höheres. Ein Zusammenschluss von Interessierten die sich für unseren Beruf und die Fortbildung / Ausbildung hier kümmern.

Ich persönlich brauche keine Vereinsmeyerei. Ich brauche auch keine „Aktivitäten“ und „Aktionen“ in meinen Verein. Meine wirtschaftlichen Interessen lebe ich da aus, wo Sie hingehören - in meiner Arbeit und meiner Selbstständigkeit. Andererseits, nicht das mich jemand missversteht: Es spricht auch nichts dagegen. Soll jeder machen was er will.

Das einzige, um was ich meinen Ex Verein bitten würde. Rethorik überdenken. Die DBU ist NICHT Berufsverband, und hat in meinen Augen auch kein Recht sich so zu nennen. Das ist dann nunmehr ein Schnittpunkt, wo mich eventuelle Interessen der DBU interessieren. Die DBU behauptet zu unrecht von sich sie sein „Berufs Fachverband und Interessengemeinschaft der Barkeeper in Deutschland“ - Richtig hingegen wäre: „Einiger weniger Barkeeper in Deutschland“. Ich persönlich möchte nicht durch die DBU repräsentiert werden. Und solange die DBU nach aussen hin sich als Repräsentant der Barkeeper Deutschlands gibt, solange finde ich es völlig in Ordnung wenn eben Barkeeper sich öffentlich hinstellen und darauf hinweisen, das die DBU NICHT repräsentative die Bartender in Deutschland vertritt.

Ich erlaube mir hier kurz eine Antwort auch einen Kommentar von der von mir geschätzten Christian Schneider zu meinen DBU Austritt vor einigen Tagen:


Liebe Christina,

ich habe mir erlaubt, meinen Austritt aus der DBU öffentlich zu machen, da die DBU Ihrerseits sich öffentlich als Vertreter unsere Berufsstandes gibt. Obwohl es fantastische Mitglieder in der DBU gibt, und auch teilweise schöne Projekte realisiert werden,  ist die DBU in meinen Augen jedoch eines gerade nicht: Ein Berufsverband. Ich bin ganz sicher nicht auf dem Kriegspfad mit dem Mitgliedern der DBU. Ich suche das Gespräch mit jedem Interessiertem und freue mich über Austausch. Meine kleine Barspezifische Welt unterscheidet sich in Menschen, die Leidenschaft für unseren Beruf haben und sich darüber engagieren wollen und solche die dies nicht tun (was auch nicht weiter dramatisch ist) - Meine Welt unterscheidet sich nicht in DBU Mitglieder und Nicht DBU Mitglieder. Es gibt unter den DBU Mitgliedern fanatische Bartender. Die jeden Tag einen großartigen Job machen. Und viele von Ihnen engagieren sich ehrenamtlich, was jedes Lob verdient.
Nur, trotz all des positiven in diesen Verein, möchte ich eines mit aller Gewissheit feststellen: Die DBU ist weder Berufsverband, noch finde ich sollte Sie sich so in der Öffentlichkeit positionieren. Sie vertritt weder mehrheitliche Interessen von Bartendern, noch kann Sie in Namen derer sprechen. Sehr wohl vertritt Sie die Interessen Ihrer Mitglieder, nur ist das in meinen Augen kein repräsentativer Durchschnitt.

Und Christina, ein Ratschlag meiner Seits: Wenn Du schon mit dem Gedanken spielst auszutreten, tu es doch einfach !

Ich persönlich empfehle es jedem der mich fragt. Andererseits finde ich es überhaupt nicht verwerflich Mitglied der Deutschen Barkeeper Union zu sein. Der Verein gibt es tolle Initiativen von tollen Mitgliedern. Vielleicht mag sich für jemanden da die Mitgliedschaft lohnen. Wunderbar, kein Einspruch. Ich persönliche bin der Meinung das für vieles mittlerweile kein Verein mehr nötig ist. Das geht viel besser ohne. Und man gibt dann seine „Stimme“ nicht mehr an ein administratives Monster, wo jeder Änderungsvorschlag anscheinen von undefinierbaren Mühlen zermahlen wird. Ich verspreche Dir, Du kannst persönlich viel mehr ohne die Hilfe des Vereins auf die Beine stellen, als mit. Das glaube ich, weil ich der Meinung bin, das Du großes Talent hast und sehr gut vernetzt bist. Das Engagement in der DBU ist ein kräfteraubender, unnützer Kamps gegen das große Unbekannte. Warum 2, 3, 5, 10 Jahre warten, wenn wir alles in wenigen Monaten ohne DBU organisieren können? Einige Antworten auf meinen offenen Brief haben mir die Augen geöffnet. Einige der neuen selbsternannten „Jungen Wilden“ Hoffnungsträger sind weder Jung, noch Wild - sondern schon verdammt in der Vereinsmühle gefangen.

Ich glaube das wird nichts mehr. Machen wir an anderer Stelle weiter. Falls ich Dir mit irgend einer Idee, die Dir im Kopf umher schwirrt behilflich sein kann, helfe ich gern.

Die DBU hat tolle Mitglieder. Wirklich. Und zwar nicht zu wenig. Schade das das Talent und das Können dieser vielen in einem völlig überholten Vereinskonstrukt immer wieder versandet. Das muss unglaublich frustrierend sein. Nur, so etwas ist nicht für mich.

Ich würde mich freuen, wenn Du und andere Ihr Talent nicht länger bei diesem Kampf gegen Windmühlen verschwenden.

Gruß

Jörg



Ein paar Nachträge:

  1. Ich freue mich auf den Tag, wo ich per Mouseclick als Aussenstehender den Kontostand der DBU abfragen kann - möge er sechsstellig sein. Man wird ja noch träumen dürfen - so oder so ...Und ob man es glaubt oder nicht. Während ich hier diese Zeilen tippe, wird der Server des Bundesanzeiger gewartet. Ab Montag soll es wieder losgehen. Da könnte mann sich z.B: die Ergebniss der DBU GmbH anschauen, unter: Deutsche Barkeeper Service GmbH. Oder auch die bisherigen Verluste der Lion Barbetriebe GmbH ;-)
  2. Helmut Adam hat auf dem Mixology Blog eine gute Debatte um eine eventuelle Plattform losgetreten. Ich finde die Idee gut, und das Brainstorming dort ebenfalls. Freue mich auf regen Austausch...
  3.  Eine Empfehlung für meine Ex Vereins Mitglieder. Ich habe nicht viele der bisherigen „Verantwortlichen“ gut kennen lernen können. Von einem halte ich aber sehr viel und bin der Überzeugung, das er die Geschicke der DBU auf Bundesebene am besten leiten wir. Für die nächste Wahl, mein persönlicher Tip: Wählt Kent Steinbach !

25.11.2009

Von Luftschlössern und Windmühlen

Ruben Neideck  baut seit kurzem an seinem Luftschloss in Koblenz. Luftschlösser mit Ortsangaben?  Gut, wenn man ehrlich sein will, ist es nicht sein Luftschloss. Vielmehr ist er seit einiger Zeit Bartender in der Bar Luftschloss in Koblenz. Ich war einmal vor sehr langer Zeit einen Nachmittag in Koblenz und hab es als schöne Stadt in Erinnerung. Nicht mehr, nicht weniger. Hilft einem allerdings in Sachen Barszene in Koblenz nicht weiter. Ich selber kenne auch nicht das Luftschloss, daher muss ich mir eine Meinung vom Gelesenen machen.

Heute sah ich im C&D Forum dieses Bild von seinem Gin Basil Smash. Den "Gin Pesto" findet man mittlerweile auf vielen Barkarten, auch außerhalb der Republik. Ein großes Kompliment, was mich sehr freut. Andererseits sehe ich öfter Varianten online oder real, die schon von der Optik bzw. Farbe her, wenig mit dem zu tun haben können, was ich unter diesem Drink verstehe.

Also Herr Neideck... schaut gut aus. Würde ich bestellen! Anbei auch ein Blick auf seine neue Cocktailkarte. Von gut 80 Positionen hat er auf ca. 35 gekürzt. Und auch sonst finde ich hört sich das alles sehr ambitioniert an. Freut mich, das der GIN BASIL SMASH der "Renner" ist.

karteluftschloss                                                                                                                                               


Der gemeine Koblenzer möge mir nun verzeihen, wenn ich Koblenz beispielhaft als "kleinere" Stadt bezeichne. Allerdings, und das meine ich ernst und völlig unabhängig von Koblenz, ist das, was Bartender zur Zeit in vielen Deutschen, ebend auch kleineren, Städten machen, eine wahnsinnig anstrengende Arbeit.

Hat der Bartender in den Metropolen es doch um einiges einfacher, Gäste für seine Vision von guten Drinks zu gewinnen, ist der Kampf um die Barkultur in kleineren Städten um ein vielfaches Schwerer. Statt Urban Arogant sein Ding  "durchzuziehen" (was fälschlicherweise oft als gutes Bartending verstanden wird) ist der Kampf um Barkultur jenseits der Millionen Metropolen ein zähes, kompromisreiches Geschäft.

Das diese Bars am Ende des Tages eine mindestens genauso tolle Arbeit für einen guten Drink leisten, eventuelle ohne selbstgefällige Überheblichkeit einer urbanen Vorzeigebars, wird leider oft vergessen.

Also Ruben und andere Bartender fern der Metropolen: mixt uch heute zum Feierabend einen anständigen Drink und trinkt auf euch. Ihr habt es Euch verdient. Weil Ihr großartig seit, und durchhaltet und weitermacht, wo andere schon längst das Handtuch hingeschmissen hätten!


P.S. : Freue ich über Empfehlungen/Namen von Bartender hier in den Kommentaren, die ähnlich wie Ruben, fernab der Metropolen, einen guten Drink mixen. Ganz ohne Allüren und Arroganz, die Ihr Publikum langsam mitnehmen und dieses für einen guten Drink begeistern.

Chapeau!

Links:

Gin Basil Smash BLIND TASTING by Ruben

C&D Forum: Barkarte Luftschloss Thread

Rubens Punk Rock Blog

24.11.2009

Jeden Tag eine gute Tat...


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Kuendigung_DBU.pdf (27 KB)

LE BON LION will close forever soon...


already a few weeks ago, I got notice, that I will have to close down my very little private Bar, LE BON LION. Please don't mix it up (like a few regulars still do) ... LE BON LION is NOT Le Lion - Bar de Paris. They are both located next to each other. LE BON LION is my very small, private Bar. Just twelve seats.

LE BON LION is the place were it all began. I started the „Good Lion“ in 2006 and me and my guest had great sessions in this fantastic bar. The TRAVELING MIXOLOGISTS where founded here. And also, this bar gave birth to the idea of building LE LION. Regulars of LE BON LION, Like Torben and Marcel became bartenders and now work for me. I believe, this little place gave a little impact to all the changes, the german bar scene has gone through the last three years. I still believe, that we mixed germans first well done Ramos Gin Fizz in this bar in 2006, and many great other drinks were born or reanimated in this nearly 18 square-meter.

So, a part of my private and others younger bartending history will close soon in the beginning of 2010. And, to tell you the through: yes, I just getting a little bit sentimental, but only for a few seconds.

Nothing last forever ! And on the other side, I love to end something. Even if its closing down my little Baby LE BON LION.

My business-partner Rainer, also owner of Cafe Paris, is doing some very big changes to Cafe Paris. And because of this reconstructions, the place, where LE BON LION is now located, will not longer exists.

But, me and Rainer already had a hugh among of Gin & Tonic together and we promised each other, that there will be some new "space" for rendering homage to the art of preparing a good drink.

Something "New", but very different to LE BON LION, will be announced soon. But first of all, it is time to CELEBRATE the funeral of LE BON LION.

I am still not sure, when there will be the "Last" GOOD LIONS days ... End of january or beginning of  february? But, until we let the BON LION rest in peace, we will arrange some great last evenings and and big funeral.

If you like to get notice about this last days of BON LION and the funeral, please join our mailing list "FRIENDS OF LE LION". (its German Content, but you will get it, I guess)

Time to bring the black suit to the dry-cleaner and chill some champagne.





17.11.2009

A message from Salvatore...


Dear Friends

I am sorry to say that Fifty closed its doors yesterday, and with it one of the best bars in the world was forced to close down, despite being both successful and profitable and home to some of the best bartenders it was forced to close through no fault of its own. It was a sad day for me, my team and for the bar world and for all those who loved to enjoy a great cocktail and great service at 'Salvatore at Fifty'.

Ciao Salvatore

Posted via email from Joerg Meyer

12.11.2009

Die Bar im Jahre 2020 ...

wie sieht Sie aus, die Bar? Und der Beruf des Bartenders? Die Gesamte Branche, die Spirituosen Industrie. Wo kaufen wir ein, was kaufen wir ein, was für Drinks verkaufen wir, verkaufen wir noch Drinks? Was wird am Beruf des Bartenders anders sein in 10 Jahren. Und wie werden sich unsere Gäste verändert haben? Wie sieht Sie aus, die Bar 2020. Das frage ich Sie, werter Leser. Ich freue mich auf Ihre ernst gemeinte "Vision" - Ijre Vorstellung von der Zukunft des genußvollen Trinkens. Das Rätsel zu dieser Frage werde ich nächste Woche lösen. Bis dahin, bitte ich um Rege mitarbeit: Erzählen Sie mir von Ihrer BAR 2020...

Unverschämte Selbstbeweihräucherung, Teil I: Ein Buch schreiben...?

Mario, nein, nicht Kappes, auch wenn dieser Mario hier ebenfalls einen gut gemixten Langnickel zu schätzen weiss, hat über seinen LE LION Besuch geschrieben. Er ist ein Medienmensch, und lebt den digitalen Lebensstil. Er regt an, ich sollte ein Buch schreiben, über Marketing statt Whisky. Na ich weiss nicht... ich denk mal drüber nach!

Unabhängig vom Buchprojekt, freuen wir uns, das es im Löwen gefallen an. Und ich freue mich über den Bricktop link! Ein Brüller.

11.11.2009

CLASS BAR AWARDS 2009

All Information via SMS by Xavier Padovani

CLASS BAR AWARDS
Attendance: 400+ UK on trade movers & Shakers

CLASS BAR AWARDS Best new bar:
Quo Vadis

CLASS BAR AWARDS best new British product: Sip Smith Gin

CLASS BAR AWARDS best hotel bar: Connaught Hotel

CLASS BAR AWARDS best bar back:
Jo Joy Jones, Milk & Honey

CLASS BAR AWARDS best British brand ambassador:
Louis Lewis Smith Hendrick's Gin

CLASS BAR AWARDS Best cocktail menu: *EDIT* got Message from @thebartrainer Ian McLaren via Twitter - WINNER is THE MERCHANT NOT Lounge Bohemia. Mr Padovani? To much Hendricks?

CLASS BAR AWARDS best classic bar: Raoul's Oxford

CLASS BAR AWARDS best drinks writer: Victoria Moore

CLASS BAR AWARDS best bar manager: Joe Stokoe, All Stars Lanes

CLASS BAR AWARDS Gregor De Gruyther's good time bar:
Portobello Star, London

CLASS BAR AWARDS best bartender:
Tim Philips, Milk & Honey

CLASS BAR AWARDS contribution to the Industry: John Coe

Tribute awards, best UK bar: Portobello Star at the applaudimetre.

EDIT 2 - 12.11.2009 -
Mark Ludmon, Editor from Bar Magazine passes me on the official Winner List:CLASS AWARDS 2009 - the official Winners List

09.11.2009

Wider der Wichtigtuerei

„Ihr Mixologen kotzt mich an ...“ So, ich befürchte, nun habe ich die Aufmerksamkeit des geneigten Bartenders und Profitrinkers um den kommenden Zeilen eine gewisse Aufmerksamkeit zu schenken. Und jetzt, wo dieses Aussage so herrlich leuchtend vor uns steht und uns irritiert, ungefähr so wie ein Martini im Margarita Glas mit kunststoffroter Cocktailkirsche, nutzte ich die Gunst der Stunde um den Informationsüberfluteten Internetnutzer, Sie also, zu vollster Konzentration zu zwingen.


Ich erkläre das hier jetzt kurz, mit den Mixologen. Es ist nicht weiter schlimm, und soll hier auch nicht überbewertet werden. Am Ende jedoch kommen wir zu einer Frage, die indirekt mit diesem Mixologen Kram zu tun hat. Und da sind Sie dann gefragt. Stellen Sie sich vor, da möchte jemand Ihre Meinung wissen und Ihre Kreativität anzapfen. Bereit?


Los geht! Schuld ist Hendrik. Naja, nicht ganz. Bei TVINO eröffnete er mit der Frage „Jörg, Du bist ein Mixologe, erklär doch mal...“. Da war es wieder, mein Problem. Und eigentlich kann er gar nichts dafür, vielmehr hat er alles richtig gemacht. Er hat festgestellt, das er wieder vermehrt „gute“ Bars findet, und dahinter stehen dann auch oft „gute“ Bartender.


Menschen, die sich dem genussvollen Zubereiten von gemixten Getränken verschrieben haben und darüber hinaus auch noch gute Gastgeber sind. Sie haben in Ihren Augen wenig gemeinsam mit der dahergelaufenen Tresenkraft. (Ich gestehe, ich wollte gerade, „der studentischen Aushilfe“ schreiben, hab dann aber noch rechtzeitig festgestellt, das ich glücklicher weise selbst einen „Studenten“ beschäftige).


Im Grunde genommen ist es somit also ein Kompliment, wenn ein Außenstehender uns nicht mehr Bartender nennen will. Zu oft wurden er von Halbwissen, Inkompetenz und Profilierungsgehabte hinterm Tresen als Gast enttäuscht. Und nun treffen Sie jemanden, der in Ihren Augen das ganze mal recht anständig macht. Und Sie wollen Ihn „upgraden“, um eine Differenzierung zu all dem bisher bekannten „halbherzigem Elend“ hinter der Bar zu schaffen. Also suchen Sie nach neuen Titeln. Also werden aus Bartendern z.B. „Mixologen“. Soweit so gut.


Allerdings, wird dieser und ähnliche Begriffe in der letzten Zeit gelegentlich überstrapaziert. Nicht von Aussenstehenden, sondern von Bartendern selbst.
Wenn ein Dritter uns so nennt, ist das wie gesagt, als charmantes Kompliment zu sehen. Wenn wir selbst uns allerdings so betiteln, beginnt das Ganze komisch zu werden. Ich will hier keinen Grabenkrieg starten, soll jeder seinen selbstbeschönigenden Titel auf seiner Visitenkarten stehen lassen. Wenn es seinem Ego hilft.


Im Grunde genommen sprich rein gar nichts gegen die Bezeichnung Mixologe. Solange es Dritte benutzen. Wenn z.B. die immer noch ziemlich blinde Lifestyle Presse nach Jahren der Ignoranz erkennt, das sich eine Menge hinter dem Tresen getan hat, sollen Sie doch das Wort Mixologe benutzen. Der dem Tode geweihte Zweig des Massen Print Journalismus (oder vielmehr mittlerweile des eher bezahlten PR Schreibens) braucht einfache Worte um sie dem oberflächlichen Leser besser zu verkaufen. Zum Glück sind wir auf einem Blog. Sie als Nischen Leserling sind also in der Lage zu differenzieren - korrekt?


Es gab ein langes Interview mit dem Abendblatt, für ein neues Buch. Le Lion ist auch in diesem Buch vertreten. Das Buch wird redaktionell begleitet und in diesem Zusammenhang gab es einen charmanten Artikel über uns im Abendblatt. Die knappe Quintessenz zum Thema Mixologen im Abendblatt Print allerdings, schrie natürlich danach, von Fachkreisen „missverstanden“ zu werden - Zitat:"Selbst wenn es sich spießig anhört: Wir haben klare Regeln und sagen auch mal Nein!" Zum Beispiel zu lautstarken Gruppen, die sich nur betrinken wollen, wilder Hintergrundmusik, Red Bull, Piña Colada oder der neumodischen Bezeichnung eines Barkeepers als "Mixologe"..


Und ich habe sehr gelacht, als Helmut Adam, in bester Blogger Art, das natürlich aufnahm und noch mehr polarisierte ... Großartig !


"Mixologen" in Le Lion nicht willkommen - so die Überschrift ...YES!


So wird eine differenzierte Ansicht zum Thema „Wie wir uns selbst zu wichtig nehmen und in der Außendarstellung gerne mehr sein möchten, als wir sind“ aka „Mixologen statt Bartender“ am Ende des Tages zur Löwenhetzjagd auf Mixologen. O.k. jetzt hab ich etwas übertrieben. Muss ja auch mal sein.


Nein, Hand auf Herz. Sollen Dritte uns nennen wie Sie wollen. Wenn der Mixologe dann als Kompliment gemeint ist, nehmen wir es gerne an. Ich selbst mag nur nicht wenn man sich selber „erhöhen“ möchte, selbst einen künstlichen Abstand zwischen sich und dem gemeinen Bartender aufbauen möchte.


Dafür habe ich zuviel Respekt, vor den hunderten oder tausenden von großartigen Bartendern, Tresenkräften, Wirten etc. die vielleicht keine Old Fashioneds rühren, aber mit ehrlicher, gut gemachter Arbeit, und sei es ein gezapftes Bier, meinetwegen in einer Kneipe, ein guten Job machen. Die Arbeit hinter einem „einfachem“ Kneipentresen oder ähnlichen sei übrigens jedem Bartender empfohlen. Viele der Heute und Gestern „Großen“, die ich kennen gelernt habe, haben so angefangen. Und da Dinge gelernt, die Ihnen keine „gute“ Bar vermitteln konnte, Sie aber dringend benötigen würden.


Schon während meiner Ausbildung zum Kellner im Hotel in Hamburg war mir dieses Titelaufwerten zu wider. Die Handelskammer hatte zu dieser Zeit den Beruf des Kellner in den des Restaurantfachmann umbenannt. Was für ein Schwachsinn. Ein Kellner ist ein Kellner. Basta. Natürlich gibt es eine Menge Menschen, die hochgradig inkompetent andere Menschen in Restaurants bedienen und eben auch Kellner genannt werden. Es gibt aber auch echte Kellner. Profis, wahre Größen. Kellner halt. Tip Top Gastgeber. So wie es gute und schlechte Bartender gibt.


Während damals meine Abiturskollegen auf den anfänglich jährlichen Abitreffen beim „Wer ist Max Wichtig“ Wettbewerb immer vorne mitspielen wollten, und sich mit den wichtigsten Studiengängen überwarfen, sorgte meine Antwort „Ich „lerne“ Kellner“ auf Ihre „Und was studierst Du so?“ Fragen immer für herrliche Falten auf Ihrer Stirn.


Wem solche Unwichtigkeiten wichtig erscheinen, sollte vielleicht auch nicht in der Bar oder dem Restaurant arbeiten. Denn, eines darf man nicht vergessen. Am Ende des Tages, also, vielmehr mit Beginn der Schicht, sind wir Dienstleister. Wir bedienen Menschen, treten hinter Sie zurück. Sollten es ermöglichen, dass Sie einen schönen Abend haben. Sollten Ihre Bühne perfekt gestallten, Ihnen eventuelle als Statisten behilflich sein. Nur eines sollten wir nicht. Ihnen die Show stellen. Das ist schlechter Stil.


Wer aber auch am Abend der viel beachtete „Mixologe“ (oder sonst was Wichtiges) hinter der Bar sein will, sollte besser aufhören aktive in der Bar zu arbeiten. Neben ein paar „Jüngern“ wird er die wirklich tollen Gäste vergraulen und in der Regel auch ein Graul für seine Kollegen sein.


Am Tage, soll jeder machen was er will (Solange er mir nicht auf die Nerven geht... hehehe) . Ich freue mich über jede „Mixologen“ in der Presse - schließlich hilft es uns allen, wenn Menschen begreifen, das gute Bartender viel beherrschen.


Wie ich schon im Mixology Blog Kommentar sagte: „Grundsätzlich spricht nichts Gegen Mixologen, solange, Dritte, z.B. Journalisten oder auch Sommeliers (die sich ja auch zu Recht gerne Begrifflich vom "Kellner" differenzieren), jemanden so bezeichnen.Ich persönlich halte es lieber mit Patrick Duffy, 1934"„Bartending is an old and honorable trade. It is not a profession and I have no sympathy with those who try to make it anything but what it was. The idea of calling a bartender a professor or mixologist is nonsense“


Um auf meinen Opener zurückzukommen: „Ihr Mixologen kotzt mich an ...“ würde ich niemals sagen. (Schenkt einem aber Aufmerksamkeit)„Bartender“ - und am Ende des Tages „Gastgeber“. Aber ich kann jedem erzählen, das ich den schönsten Beruf der Welt habe, auch wenn ich mir nicht sicher bin, wie ich Ihn bezeichnen soll.


Was fehlt noch? Ihre Mithilfe, zum Abschluss. Wie gesagt, am sollte sich nicht zu ernst nehmen. Und bei Tageslicht, vor der Bar und meinetwegen vor der Kamera sollen uns Dritte nennen wie Sie wollen. Und noch ein wichtiger Hinweis für Goldwaagen Leger: Ich selber sitzt im Glashaus, schließlich gründete ich die Traveling Mixolgists ...


Dennoch, Ich suche Ihre persönlichen Highlights der „Wichtigtuer Titel für Bartender“, die man sich (nach Nov. 2009 niemals) auf die Visitenkarte drucken lassen sollte.


Neben Mixologe fällt mir z.B. noch „Drink Smith“ oder „Master Mixologists“ ein.


Ich bitte um Kommentare.


Und ausserdem suche ich einen ernst gemeinten Titel. Eine Kategorie Bezeichnung für Blogger. Menschen, die übers Essen bloggen werden häufig FOOD BLOGGER genannten. Die Weinschreiberlinge heißen Weinblogger ... Nur wie nennen man die Blogger, die rund um das Trinken schreiben. Cocktailblogger? sind ja nicht nur Cocktails.... Drinks Blogger? ... Gibts es da Meinungen und Vorschläge? Und kommen Sie mir nicht mir Mixologisten oder so ....


Also, den letzen egomahnischen Visitenkartenentwurf nun aber schnell in die Mülltonne und hier kommentieren. Mit selbsternannten Mixologen ist es 2009 wahrscheinlich wie mit diesen „Consultern“ - mehr Schein als Sein!

Posted via email from Joerg Meyer