22.01.2010

Deutschland Deine Steuer "Fehler" - Wie man mit Pfand extra "Gewinn" macht?

Heute sitze ich am Schreibtisch und bringe, erneut, die Ergebnisse der Inventur Zählung zu Beginn des Jahres in Finanzamtfreudiges Format. Ich muss zu meiner Schande gestehen, das mir in der letzten Inventur ein Fehler unterlaufen ist. Ich hatte 2008 das Pfand vergessen. Auf dem Weg zur Perfektion (naja, wenn man es schön reden will), habe ich dieses Jahr fleissig Leergut/Pfand gezählt.

Gerade beim Fentimans, das mit 25 Cent bepfanded wird, kommen einige Mengen zusammen. Knapp 400 Euro Fentiman Pfand im Keller ist durchaus eine Position, die in die kaufmännsich korrekte Inventur gehört.

Dabei ist mir gerade aufgefallen, das es einen Steuer "Fehler" bei der Einführung des Pfandes gab. So zumindest der Tenor, wenn man den Sachverhalt googelt. Zum Sachverhalt: Fentimans hat beispielsweise 25 Cent Pfand, die meisten gängigen Flaschen 15 Cent und Bier in der Regel 8 Cent pro Flasche. Das interessante ist, das man diese Werte aus der Pfandrückgabe im Supermarkt kennt. Erst jetzt ist mir aufgefallen, das bei gewerblicher Belieferung die selben Werte NETTO in Rechnung gestellt werden, d.H. für Fenitmans zahle ich Brutto 30 Cent Pfand ?

Dies ist, soweit ich das ergoogeln konnte korrekt? So ist es aber bei allen Flaschen: Cola, Bier, Wasser etc.

Fragen an die Leserschaft:

Warum werden gewerbliche  Bepfandungen zusätzlich besteuert, "private" hingegen nicht? Ist das Rechtens?

Wenn man nunmehr Ware im Einzelhandel kauft und über den Gewerblichen Handel zurückgibt, bekommt man die nicht gezahlte MwSt in Höhe von 19% ausgezahlt .... korrekt?

Das heißt: zusätzlicher Cash Flow für geschickte Pfand Umlenkung? Wäre das Steuerbetrug?

Nun will man ja in der Regel keinen geschätzten Fachhändler "nerven" und es sind damit ja keine großen Summen zu machen: aber andererseits finde ich die Vorstellung des "Zivilen-Steuer Ungehorsames" aller Gastronomen eine charmante Vorstellung...

Oder haben da FDP Lobbyisten wieder Ihre Hände im Spiel?