30.08.2016

Der Mo-Bi Sour - Die Scheibel Moor-Birne

Heute kam ich am späten Nachmittag aus Richtung Lübeck nach Hamburg zurück. Mir fiel ein, das ich eigentlich direkt am neuen Weinquelle HQ in Siek vorbeifuhr. Also rief ich kurz an und ich bekam eine spontane Führung durch das neue Hauptquartier unseres Lieferanten.

Nicht das man mich missversteht. Das geschichtsträchtige Weinquelle Ladengeschäft steht immer noch in der Lübecker Strasse. Und er brummt wie eh und je. Aber Familie Lühmann hat ein großes Lager mit Show und Tasting Room in Siek erbaut. Hamburg hat es Ihnen schwer gemacht. Jahrelang erzählte man mir von missglückten Anfragen. Jetzt ist man vor die Tore Hamburgs gezogen. Und Lager und die gesamten Räumlichkeiten der Weinquelle hier sind beeindruckend. In der Lübecker Straße schwer vorstellbar, hier absolut verständlich: Die Weinquelle ist einer der größten Deutschen Spirituosen Online Fachhändler.

Ich bekam also eine umfangreiche Führung. Und viel besser, es gab Zeit für umfangreichen Spirituosen und Branchen Talk mit Herrn Lühmann Senior und Junior. Sehr gut! Unter anderem Sprachen wir über Obstbrände (O-Ton : "Die Gin Welle ebbt ab, Obstbrände wird langsam mehr"). Und wir kamen auf dessen oft unterschätzte Mixbarkeit zu sprechen. Seit Jahren verkaufen wir einen Williams Sour. Vor einigen Jahren haben wir den Obstbrand gewechselt und nehmen seit dieser Zeit den Williams Birnen Brand von Scheibel. Ein erstklassiger Drink. Ein Löwen--Klassiker.

Und da kam, was kommen musste. Dafür sind gute Händler da. Herr Lühmann fragte "Kennen Sie eigentlich schon die Moor-Birne von Scheibel?" 

"Bitte was?"

Die Moor Birne. Scheibel nimmt als Basis getrocknete Birnen. Diese werden in Birnenbrand eingelegt und das gibt einen aromatischen Fruchtauszug. Das ganze kommt in frisch getoastete Holzfässer und das Lagern gibt der Birne einen feinen Rauch / Torf Geschmack. Mehr Tiefe. Eine weitere Dimension. Ich muss die Tage einmal nachhaken wie der genaue Produktionsprozess ist.

Ich nahm eine Flasche mit in den Löwen. Kam kurz nach 18.00 Uhr an. Die Außenbar war geöffnet, die geschätzte Frau Fischer hatte als erster Gast dort Platz genommen. "Gleich die Profi Tester im Haus" dachte ich und setze mich an die Bar, gab die Flasche an Dirk und bat um drei Sour mit Scheibels Moor Birne. Einen für Frau Fischer, einen für das Team, einen für mich.

Und was uns serviert wurde, fanden wir alle ganz wunderbar. Ich liebe einen guten Williams Sour. Aber Scheibels Moor Birne bringt Tiefe neben der reinen Frucht. Und das ist wirklich gut. Der Drink bleibt frisch. Gefährlich frisch. Man wird zwei trinken. Wahrscheinlich auch drei. Sowohl der Kaufmann als auch der  Barkeeper in mir finden das gut.

Ganz gefährlich wird das Spiel mit einem Schuss Soda. Sozusagen als Highball. Dann hört man gar nicht mehr auf zu trinken. Ein Fizz, ein Collins. Auch alles sehr gut. Ein VW (wir mixen ihn mit Cocchi Americano) hat uns nicht überzeugt.  Aber der Moor Birne Sour ---> zum NIEDERKNIEN  

Nach und nach kam das ganze Team aus dem Lion. Probeschlücke. Halfpap und Pohlmann nickend mehr als wohlwollend. "Muss auf die Karte" sagte ich. "Bitte zu morgen bestellen!".

"MoBi Sour" sagte Nico Ohlmann trocken. Alle waren sich einig. Das Kind hatte einen Namen. Wir stiessen mit Frau Fischer auf die Taufe an.


MoBi SOUR

60 ml Scheibel Moor-Birne
25 ml frischer Zitronensaft
15 ml Monin Rohrzucker

shake, strain, serviert im Tumbler auf Eiswürfeln 

ab sofort im Le Lion  zu 12.00 €

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P.S.
und kostet nur 27,75 € statt 29,50 € . Es handelt sich um eine Limited Edition. 

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Und ganz wichtig: Wenn Sie gerne gut trinken, insbesondere in Hamburg, melden Sie sich auf meinem eMail Verteiler an: www.trinken.jrgmyr.net !