26.06.2012

Dinner mit Miller, Brown und Beuser

004 rief an. 20.30. Café Paris.

Ich brachte zur Übergabe eine 1997er Erstausgabe "Erlesene Cocktails für private Gäste", Eigenverlag Dietrich Bock, mit. Ich musste Gewissheit haben. Hatten Miller & Brown nicht die Wahrheit gesagt, vielmehr die deutsche Quelle verschwiegen?

Beim Hauptgang liess ich die Bombe platzen: "When did you actually mention this newspaper article about the word cocktail from 1806 the first time?"

Die Antwort kam direkt: Ende 1996, in einem Martini Buch.

Verdammt, 1:0 für Brown Miller. Ich hatte es geahnt. Bock's Buch ist vom Inhalt unglaublich - seiner Zeit weit voraus. Der Inhalt wurde gut 8-10 Jahre später auf den Barshows und Webseiten der globalen, "neuen", Bartendergemeinde besprochen. Dennoch fand mein kleines Gastgeschenk gefallen, und wir vier konnten uns nach meiner fehlgeschlagenen investigativen Arbeit dem Wesentlichen zuwenden.

Den Geschichten.

Brown Miller gehören zu den besten Geschichten Erzählern meines bescheidenen Horizontes. Und wer jetzt bei dem Begriff "Geschichten Erzähler" eine verdeckte Geringschätzung vermutet, der irrt. Das ist in meinen Augen eine fantastische Gabe, die nur wenige beherrschen (Aber hinter der Bar eigentlich sollten).

Bastian Heuser, Barworkz Berlin, tourt derzeit mit Beiden durch Deutschland für einen Metaxa Workshop. Der Workshop, so die Teilnehmer die ich später am Abend traf, sei absolut empfehlenswert. Leider hatte ich am Tag keine Zeit, aber dank TM 004 gab es nun Geschichten im kleinen Kreis.

Vier Stunden feinste Bartender Mythology. Jared Brown war, wer hätte das Gedacht, früher Koch und später Kellner im Rainbow Room. Der damalige Barchef namens Dale stellte sich seiner Zeit mit den Worten "Hey Guy, wanna see how I flame a twist?" vor.

:)

Oder als die beiden im ersten Sommer nach Hurican Katherina mit einem gewissen Wondrich durch New Orleans spazieren gingen. Eine mehr als 10cm großer Grashüpfer sprang David auf den Pullover. Dieser, O-Ton Miller, werte sich "ähnlich wie ein vierzehnjährigen Mädchen". Nach der überstandenen Attacke auf Leben und Tod brauchte man einen Drink und betrat eine Bar. Brown bestellte drei Grasshopper, und während Wondrich Ihn gerade wegen dieser anspielenden Bestellung angehen wollte, erklärte Brown trocken " Der Drink wurde in dieser Bar erfunden" - Und eine leicht übergewichtige Südstaaten Bar-Dame kommentiere die Situation mit einem Fingerzeig auf ein Porträt von "Phlibert Guichet": "Ja, von dem hier... ein wenig Cocktailgeschichte sollten Sie schon mitbringen, wenn Sie in Nola trinken gehen!"

hehehe ...

Doch, wer nun glaubt die Beiden seien realitätsferne Historiker, der irrt. Gastronomen haben ja gelegentlich die Unart, jeden der Schreibt und nicht zwölf Stunden am Tag hinter der Bar steht als hoffnungslosen Theoretiker abzutun. Sicherlich. Es gibt einige dieser "Theoretiker" - Schreiber und Ratschlag Geber, ohne jegliche Erfahrung die ihre unbrauchbaren Gedankenkonstrukte zum Besten geben. Brown und Miller gehören sicherlich nicht dazu. Ihre gastronomischen Erfahrungen sind beeindruckend. Bis hin zur 4 Etagen, 700 Personen Bar/Club in New York.
Den Sie ca. ein Jahr nach der Eröffnung mit beträchtlichem persönlichen Verlusten schliessen mussten. Die Stadt New York hatte ein Gesetzt verabschiedet, was das Sponsoring durch Alkohol Hersteller als Wettbewerbsverzehrung recht kurzfristig verbot und statt der vereinbarten Unterstützung von 500.000$ gab es im kommenden Jahr ein paar Barmatten und Eisboxen von der Industrie.

Ich sass 2004, kurz nach diesem Erlebnis, in den Tiefen Niedersachsens, lass viel über die New Yorker Barszene, über ein "Milk & Honey" und in meinem Kopf wuchs die Idee für das LE BON LION, welches ich ein Jahr später realisierte. Und
an diesen ländlich, langweiligen Abenden fernab der urbanen Bars fand ich eine Martini Webseite von zwei New Yorker Profi Trinkern - Brown Miller. Und auf der Seite gab es die
Möglichkeit einer Paypal Drink-Donation. Brown Miller versprachen jeden gespendete Dollar für Martinis in Manhattan auszugeben - ein ehrbares, unterstützungswürdiges Verhalten wie mir schien.

Und gestern erfuhr ich dann, das
meine 10$ Donation, aus den Tiefen Norddeutschlands, die ersten Spenden Dollar für meine beiden Freunde waren - wow!

Der Abend war viel zu kurz, er verging wie im Flug. Neben all den Geschichten gab es ein paar Drinks.
Das ausgeschenkte Glas Optimus Dom-Rep Rum 25 Jahre Malt-Fass-Finish im Löwen bei Kappes/Domenig wurde von allen Beteiligten zum Drink des Abends erkoren. (Und zu einer der Besten Rum Trink Erfahrungen sei langem)

Also, wer immer die Chance hat, den Barworkz Metaxa Workshop mit den Beiden zu besuchen, dem sei dies mehr als empfohlen. Zurücklehnen, guter Drink in der Hand vorausgesetzt, und den Geschichten lauschen.

How to build a Craft Cocktail Bar - Indiegogo • Terror Kids und das Wunder um Karen

Heute habe ich es ein paar mal auf Twitter "aufblitzen" sehen. Ein Projekt wurde beworben. Auf Indiegogo. Einer Fundraising Plattform, die ich bislang nicht kannte. Das Projekt "How to build a Craft Cocktail Bar" hört sich nach einer guten Idee an. Bekannte Namen aus der Branche haben sich hier zusammengetan um eine Bar in Buenos Aires, bzw. das Projekt "drum rum", zu realisieren. Auch aus Deutschland findet das Projekt "Man-power" Unterstützung durch DIAGEO Brand Ambassador Mike Meinke. Dieses Projekt gilt es zu verfolgen, und, sicherlich, gerade auch in Kombination mit den Indiegogo "Perks", zu unterstützen.

Indiegogo -> how to build a craft cocktail bar


Ich finde diese Kombination mit Perks interessant beim Fundraising. Da fallen mir etliche Kombinationsmöglichkeiten für eine Bar ein. Ich hab ein wenig auf Indiegogo gesurft und fand plötzlich eine Kampagne die 5000,- $ einsammeln wollte, aber bisher (noch 25 Tage Laufzeit) bereits über 610.000,00 $ eingesammelt hat. Dazu gab es ein schlechtes Foto und den ungewöhnlichen Namen der Kampagne:  Lets Give Karen - The bus Monitor - H Klein a Vacation!

Ich hab einen Moment gebraucht um zu verstehen worum es hier geht. Diese Kampagne hat es in sich.
Sie ist großes Gefühl. Macht einen unfassbar traurig und, ob des guten Endes, auch wieder unglaublich Glücklich.

Wer dieses Blog lies, weil er sich für Belange rund ums Trinken interessiert, sollte an dieser Stelle aufhören zu lesen. Ich verlasse mein Terrain. Den diese Kampagne hat mir den Atem verschlagen, und mir, ob der unfassbaren Resonanz, die Tränen in die Augen getrieben.

Hollywood in best Form. Das Gute hat gesiegt. Eine schöne Geschichte - perfekt fürs nächste Tresen Gespräch...

In Kürze: Vier unvorstellbar  dreiste Kids sitzen in einem Bus um eine ältere  Dame. Sie filmen mit Ihren Telefon ca. 10 Minuten lang wie Sie diese Dame unentwegt beleidigen, bedrohen und Ihr Angst einjagen. Sie stellen dieses Video auf Facebook. Und feierten sich wahrscheinlich selbst ein wenig ob Ihrer "Helden Tat"

Jemand aus dem Umfeld lädt dieses Video von Facebook runter und lädt es auf Youtube hoch. Er erklärt das es Ihn fassungslos macht, wie diese Jugendlichen mit der älteren Dame umgehen und nennt die Namen der 4 beteiligten Schüler, der Schule, der Buslinie usw., mit der Bitte, das man sich beschwert.



Außerdem erstellt ein Blogger zwei Tage später auf Indiegogo eine Spendenseite und wollte 5000,00 $ einsammeln, um Karen H Klein einen Urlaub zu finanzieren. Als "Wiedergutmachungen". Sie hat es verdient...


It got viral.

Mehr als 7.000.000 Millionen Aufrufe auf Youtube, mehr als 600.000 $ bislang gespendet. Die 4 Jungs haben im Moment glaube ich mächtig Ärger am Hals von Seiten der Polizei, der Schule, Ihren Eltern...

Normalerweise addiert ein gestandener Bartender ja so gefühlte 20% zur einer guten Tresen-Geschichte, spät Nachts. Ich glaube allerdings, hier werden reine Fakten schon ungläubiges Kopfschütteln hervorbringen. Und das Happy End hoffentlich ein Lächeln.

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ABC News on Karen H Klein

Interview Karen Klein



22.06.2012

Sommerkraut 2012: Das Ende der Gurke - es lebe das Kukumerkraut - Borretsch in der Bar!

Diesse Wahnsinnige "Gurken-Scheiben in-alles-Geschmeiße" ist nicht zwingend meins. Gut: es ist Sommer. Und ja: Gurkenscheiben im Drink können für sommerliche Frische sorgen. Allerdings dominieren Gurkenscheiben im Drink nach kurzer Zeit den Drink oft total. Einfachs schöne frische Note - nach etwas Zeit * schmeckt jeder Drink wie eine ordentliche Gurkensuppe.

Also, nicht wirklich elegant.

Vor kurzem lass ich einen Artikel über den Pimm's Cup und das er eigentlich mit Borretsch, dem Gurkenkraut, zubereitet wurde. Ich habe meinen Großhändler geben, Borretsch zu besorgen. Und seit zwei Wochen servieren wir Pimm's Cup mit Borretsch. Und im Gast Gespräch auch Hendrick's / Westbourne Strength Tonic oder Moscow Mule.

Die Gäste lieben es. Und mir gefällt es ebenfalls gut. Warum? Der "Gurkenton" ist sehe fein. Und erschlägt den Drink nicht. Sehr interessante Drinks Zutat. Gerade das richtige um im Sommer den Gästen und sich selbst ein "neues" Geschmacksspielzeug zu servieren.

2012: Borretsch in die Bar!



* How to drink a cocktail? Quick while it is laughing at you! Harry Craddock wär es also nicht passiert...

11.06.2012

Lee Iacocca's Anweisungen für eine erfolgreiche Bar

Heute suchte ich die Internetseite eines  metallverarbeitenden Betriebes. Dieser hatte vor gut fünf Jahren Teile für das Le Lion angefertigt und ein Fachkollege fragte mich jetzt nach der Bezugsquelle. Ich war mit nicht mehr ganz sicher, was den Namen betraf, also googelte ich den Betreib. Und fand schließlich seine Internetseite im Netz. Die Seite empfängt mit einem Zitat:

 

Die einzige Möglichkeit ist, gute Produkte herzustellen, sie mit konkurrenzfähigen Preisen zu versehen und dazu einen ordentlichen Kundendienst anzubieten. Wenn man das fertigbringt, dann rennen einem die Käufer die Tür ein.

Lee Iacocca

 

Das Zitat passt. Diese Niedersachsen liefern sehr gute Qualität für einen angemessenen Preis, extrem Zuverlässig. Und ich dachte mir:  Den "Kundendienst" könnte man durch Gastfreundschaft ersetzen und schon reden wir über eine Anweisung für eine erfolgreiche Bar. Am Ende des Tages ist eine erfolgreiche Bar nichts anderes als das: Sehr gutes Produkt, angemessener Preis, und dabei schön freundlich bleiben. 

Bis hierhin hatte ich noch nicht von Lee Iacocca gehört. Ein Blick ins Netz: Der Mann hatte den Ford Mustang aufs Band gebracht und war später Präsident von Ford.  Ich mag Autobiographien und habe mir seine bestellt. Wikipedia ist eine Anekdote zu entnehmen, die Lee Iacocca in seinem Buch "Taling Straight" zu besten gab:

 

Nach anstrengenden Tagen ging Iacocca gern zu seinem italienischen Freund Joe, der in Chicago eine kleine Pizzeria betrieb, und sprach sich bei ihm aus. Eines Tages sagte er zu ihm: „Sag' mal Joe, wie fühlst Du Dich eigentlich hier in Deinem kleinen Betrieb, wenn ich zu Dir komme, der Chef von Chrysler, mit meinen Millionen und mit meinem Einfluss?“ Der Pizzabäcker antwortete: „Lee, ich stelle Dir eine Gegenfrage: Wie viel mehr Pizza als ich kannst Du essen in Deinem Leben?“

Sozusagen, Iacocca's Anweisung No. II : "Über den Umgang mit VIP'S"

04.06.2012

For Sale: 30+ and more RARE Mixology Books. Baker, Craddock, Louis and the only William on Ebay

I found the time to put another 30+ rare Mixology Books on ebay. Watch out. The first auctions ending soon. Currently its:

 

boozebooks

You find all of this books right now on my Ebay -> boozebooks on ebay

I will upload 70+ rare books on drinks, booth and bartening this days. So have a look.

Or follow me on the @boozebooks account on twitter, where you will get every ebay upload immediately.

if you are interested in rare books - last year I bought for BACARDI a really hugh list from a private collector in spain.

Have a look on this great list, which you will now find at the BACARDI Archives in Miami.

Die Grenze von Qype, Yelp & Co. Meine Empfehlung: Keine Empfehlung!

Ich war im Urlaub. Es war außergewöhnlich gut. Nein, es war perfekt! Traum-Location gefunden. Ein Paradise. 

Und wenn man das Paradise gefunden hat, behält man es für sich. Kein bekanntes Gesicht, Niemand. So soll Urlaub sein. So einen Platz empfiehlt man nicht jeden, am besten gar keinem. Auch nicht in sozialen Netzwerken. Denn das könnte diesen Dir heiligen Ort zunichte machen. Der perfekt Platz gehört Dir - allein!

Wenn Alltag Einzug hält, Bekanntschaften aus dem täglichen Leben diese Auszeit von der Normalität unmöglich machen, berauben wir uns einer Zufluchtsstätte. Man braucht Zufluchtsstätten vor dem Alltag. Sei es Urlaub, oder eine Bar. 

03.06.2012

Die Evolution des Cocktail Connaisseurs

Es gibt Gäste, die interessieren sich für Cocktails. Leidenschaftlich. Sie haben in den vergangen Jahren Spitznamen von Bartendern und deren Medien bekommen. "Cocktail Connaisseure", Cocktail-Nerds oder - Geeks. Im Grunde genommen sind es die Freunde des Hauses, die Freunde des Bartenders. Denn, welcher Bartender wünscht sich nicht interessierte Gäste?

Es gibt Sonderformen. Insbesondere in den letzten Jahren.  Fluch und Segen, wie bei so vielem. Im Extremfall ändert sich der Status eines sogenannten Connaisseurs Haus-Intern zu "Der Klugscheisser / Wichtigtuer ist wieder da." Zugegeben, das ist selten. Und eine Interne "Office" Bezeichnung. Diese Sonderform kommt zum Glück eher sehr selten vor, zumindest bei uns. 

In der Regel ist so ein Connaisseur ein Freund der Bar. Und langjähriger Begleiter. Manche sind erst durch ihre Besuche im Löwen zu Connaisseuren geworden. Die Leidenschaft unserer Bartender hat Ihre geweckt. Wie Herr Kappes vor kurzem so richtig aber mit einem zwinkernden Auge formulierte: "Vor ein paar Jahren kamen die in die Bar und kannten Hefeweizen und  KiBa und fühlten sich im Ambiente deplatziert. Jetzt fühlen Sie sich wohl, als Teil der Bar und trinken fantastische Cocktails". 

Wenn Herr Kappes und ich uns an diese Zeit und einige der frühen Connaisseure erinnern, müssen wir von Zeit zu Zeit schmunzeln. Heute verdrehen einige dieser Connaisseure am Tresen die Augen, wenn um Sie rum ein Gin Basil Smash oder ein Moscow Mule geordert wird. Neue Gäste, die vielleicht ähnlich unbeholfen wie diese Connaisseure vor noch gar nicht so langer Zeit, endlich einmal die Bar betreten und von Kappes & Co gekonnt, umsichtig und nachhaltig an unser Angebot heran geführt werden, werden von ebbend diesen Connaisseuren vorschnell als Touristen abgestraft. Und beim gewohnten Bartender Plausch zu später Stunde wird dann an der Bar Kritik geäußert: "Sind jetzt schon irgendwie mehr Touristen hier, oder?"

Nein, werter Connaisseur. Alles beim alten. Wir haben uns nicht verändert. Die Gäste sind unverändert. Und wir freuen uns über den Mix, freuen uns über den unerfahrenen Gast.  Er war immer hier. Zum Glück! Sonst hätten wir uns damals ja nicht kennen gelernt. 

02.06.2012

DIE BAR IST TOT: Szene Hamburg serviert den 25. ESSEN + TRINKEN Gastro Guide

Essen Trinken

Vorgestern, beim Morgen-Espresso im Café Paris, musste ich schmunzeln. Thomas und Michael (beide Inhaber, einer der Geschäftsführer, der andere der Küchenchef) studierten die neue Ausgabe des Szene Hamburg ESSEN UND TRINKEN Führers. Café Paris ist ausgezeichnet worden. Als beste Weinkarte Hamburgs. Zu recht wie ich finde. Den, wer große Weine mag, findet Sie hier für kleines Geld. Und jede Menge Rock n' Roll. Denn die Karte folgt französischem  "Aufbau" und Kalkulation. Sozusagen absoluter Willkür, natürlich gekonnt inszeniert.  Und das macht Sie erfrischend anders. Es geht etwas mehr um Wein, die Liebe, und das Trinken. Und weniger um das Who is Who und das Wein-Bizz.
Grundsätzlich erscheinen mir diese Jahreshefte mit Restauranttest ein wenig anachronistisch. Allerdings hat die Ausgabe der Szene Hamburg immer noch einen kleinen "Ehemaliger Restaurant Inhaber"-Bonus bei mir. Auch wenn ich es seit Jahren nicht mehr regelmässig verfolge. Aber zu ATLAS Zeiten, so 1998/199 etc. hat man der neuen Ausgabe entgegengefiebert. Ist man drin? Das war, noch vor Qype und Sozialen Netzwerken, unserer Meinung nach das wichtigste Heft für Empfehlungen in Hamburg. Und gut gemacht.
Dann hab ich es aus den Augen verloren. Vorgestern hab ich wieder drin geblättert. Und dachte mir, bei den Restaurants hat sich doch einiges getan in den letzten Jahren in Hamburg. Ich werde mir das Heft kaufen. Um beim nächsten Dinner mal schneller eine "Neu-und-auszuprobieren" Adresse parat zu haben.  Nur neue Bars, die es auszuprobieren gibt, habe ich keine gefunden. Der Grund war einfach: Essen&Trinken hat die Bars im Heft gestrichen.

Nachtrag: Der Anfangs verwendet Titel: DIE BAR IST TOD wurde dank des Kommentars verändert. DER TOD ist die Bar natürlich nicht.

01.06.2012

Are we the last generation meeting noble Waiters and Bartenders (and Queens) ?

The Queen is celebrating her Diamond Jubilee this days. Today I have listen to a radio show about her 60 years. They broadcasted  her 21th birthday speech from 1947 in south africa. And that made my skin crawl. The short essence:

To accomplish that we must give nothing less than the whole of ourselves. There is a motto which has been borne by many of my ancestors - a noble motto, "I serve". … I declare before you all that my whole life whether it be long or short shall be devoted to your service….

Wow. That's how I started apprenticeship as a waiter in a Hotel. And it was good to become remembered. And I am not sure, if I can promise this to the world still for the rest of my life. But I will try. Every night, to our customers.

It is definitely time for a healthy chilled bottle of Gin and a late night movie called "The Remains of the days". I will raise my glass to the queen, and all the great old Waiters and Bartenders who served their whole life. I miss you already gentleman. 

Martini recommendation: Nolet's Silver Dry Gin Martini with Giovanni Massimino

Giovanni Massimo at THE GEORGE HAMBURG.JPG

 

I do not like BEST OF list's. No BEST Bar. No BEST Gin. It is always related to situation and mood. One Bar in Hamburg, where I quite often go for a night cup, is the bar in THE GEORGE HOTEL in St. George. Two main reasons for it. First of all: I like the people working there. Giovanni Massimino is a fantastic host. Second reason. I live five minute food walk aways, so it my neighborhood bar.

A few days ago I went their late at night and saw dozens of bottles of Nolet's Silver Dry Gin in the back board. I have heard about this Gin, as far as I know made for the US Market, but never tried it yet. I made Mr. Nolet a few times around the world but always had his Ketel Vodka. So, I was in the mood the dry this Gin.

Giovanni gave us a sip to try and it is a very unusual gin, very floral, a kind of eau de vie tasting for me as well. And I liked it. Such a floral beauty needs to be tried as a Martini. And it was floral delicious, far away from a classic dry martini. I changed my Night Cup modus (2 Negronis before did not count) into Dorothy Parker style and decided to go to No. 3 (For  No. 4, it was the wrong company)

So, when you are in Hamburg, and up for a unusual Martini experience, visit Giovanni at THE GEORGE, highly recommended.

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