29.06.2010

Tastings-blog.de / Tim Reuber denkt über Kommerzialisierung nach

Im Dezember hatte ich ein neues Blog Projekt vorgestellt, aus den Reihen des Cocktail & Dreams Forums: Tastings - Die Cocktail Conaisseure starten durch...


Tim Reuber hat seiner Zeit dort das Große Tasting gestartet und einen recht professionellen Blog dafür aufgezogen: http://tastings-blog.de. Seiner Zeit hatte ich darüber nachgedacht, das so ein Projekt als gewerbliche Dienstleistung durchaus Vorstellbar ist:


"Und wenn man über die Tasting Idee nachdenkt, ist damit glaube ich sogar ein Business zu bestreiten.
Sowohl in dem Verkauf des Tastings als auch in direkter und indirekter Werbung durch Industriepartner, bzw. kostenloser Sponsorware, liegt bei entsprechender Beachtung denke ich durchaus Potenziale. Hinzu kommt, die Dienstleistung als solches darüber hinaus für neue Produkte angenehm teuer zu verkaufen. Man wird sehen, ob sich in naher Zukunft jemand auf diesem Feld in Deutschland gewerblich positionieren wird. Das Problem wird sicherlich die "Gemeinde" sein. Beim C&D Forum ist sie langsam gewachsen. Seit ca. 4 Jahren lese ich dort mit und mittlerweile ist das ganze  recht "hochwertig" geworden. Solch eine gewachsene Gemeinschaft läßt sich nicht einfach auf die Beine stellen. Aber in der Regel bei Kommerzialisierung recht schnell zerstören." 

Und siehe da: Tim Reuber (Forums Nick: Drum-Drum) denkt nunmehr ernsthaft darüber nach, seine Dienstleistung gewerblich anzubieten und ebenfalls erahnte Kritik von Seiten der "Gemeinde" läßt nicht auf sich warten.  Das ganze wird im aktueller Thread im Cocktail Forum hier besprochen: Tasting-Blog (Zukunftsmusik)

Das einzige was in meinen Augen fehlt: Eine mutigerer Standpunkt. "JA, ich will damit Geld verdienen, soviel wie möglich. Ruhm, Rum und Reichtum sind mein Ziel. Meine Dienstleistung wird so außerordentlich gut sein, das mir dies gelingen wird. Ich werde einer Teil der Gemeinde hier verlieren, weil das immer so ist, durch die Qualität meiner Arbeit allerdings in kurzer Zeit noch mehr begeisterte Spirituosen Freunde gewinnen." So, oder so ähnlich fände ich deutlich ehrlicher als ein zu vorsichtiges "Ich muss es ja auch aus rechtlichen Gründen anmelden und will meine Cocktailkasse aufbessern. Natürlich werde ich nie reich damit werden und das ist ja auch nicht mein Ziel.".


Nun denn, meine zwei Cent. Ich bin gespannt, wie sich das Projekt entwickelt. Wenn Herr Reuber dies nicht oder nur halbherzig in eine gewerbliche Aktivität umsetzt, bin ich mir sicher, wird es jemand anderes in kürze tun. Ein kleiner Nischenmarkt ist vorhanden. Und, bei entsprechender positiver Popularität sind, so denke ich, durchaus größere Summen von Industrieseite abzuholen.

Viel Erfolg Tim, nur Mut!