15.06.2010

Albert Trummer nach "Feuershow" inhaftiert...

Picture by The Dizzy Fizz
US Amerikanische Bartender habens nicht leicht. Die Benutzung roher Eier verstößt gegen  US Hygiene Recht. Das aromatisieren, bzw. infusionieren von Spirituosen ist in den meisten Bundesländern per Gesetzt untersagt. Oft muss man als Bar Fly bei den überregulierenden Amerikanern den Kopf schütteln.

Heute allerdings, fand ich einen Artikel in der NY Times, bei dem ich dachte: nachvollziehbar. Celebritiy Bartender Albert Trummer, Apotheke NYC, sah dies sicherlich am Wochenende etwas anders, als Ihn drei undercover US Fire Marshalls nach dem Flambieren eines Drinks in seiner Apotheke umgehend verhafteten und abführten.

“It was a huge fireball,” said Robert Byrnes, the city’s chief fire marshal...
“It was in close proximity to decorations, curtains and combustible materials. This type of reckless conduct is not tolerated.”...Chief Byrnes said that the fire, set around 2 a.m. along the roughly 15-foot-long bar, was six feet wide and had flames that leapt two to three feet in the air. It burned for several minutes and then extinguished itself. No one was hurt, and no curtains singed, but Mr. Trummer was arrested and charged with reckless endangerment and criminal nuisance, both misdemeanors" so die NY Times.



Ich möchte nicht missvertanden werden. Der "anonyme" Tip, zu deutsch: ein neidischer Kollege hat denunziert, ist nicht die feine Art. Und Blue Blazer und Co. können interessante Drinks sein. Wobei  ich mir  sicher bin: der vielgerühmte Vater unserer Profession, Jerry Thomas, war ein extrem guter Showman und die Feuer Nummer, früher wie heute, ist die "schmierige" Nummer, für Aufmerksamkeit und "Bewunderung" an der Bar zu sorgen. Interessanter Weise wird "diese" oft von Kollegen eingesetzt, die sich an anderer Stelle über Flair Bartending negative auslassen.

Wer in Deutschland hinter der Bar flambiert, da bin ich mir sicher ohne die Grundlagen genauer zu kennen, verstößt gegen eine Menge Auflagen und begibt sich haftungstechnisch auf sehr dünnes Eis. Nur haben unsere "Behörden" dem bislang keine Aufmerksamkeit geschenkt. Interessant wäre z.B. zu wissen, in wie weit der Inhaber sich strafbar macht, wenn solche Drinks expleziet, z.B: übers Menü, angeboten und verkauft werden. Fordert er damit seine "Mitarbeiter" zu strafbaren Handlungen auf?

Sicherlich, ein Blue Blazer und das geschickte Hantieren mit den beiden Krügen und der laufenden Flamme finden großen Anklang bei vielen Bartendern. Nur wenn man diese, wie so oft, zur Feuer Show ausarbeitet, sind sie am Ende des Tage, neben berechtigter Sicherheitsbedenken, nur eines: Billige Effekthascherei.