29.06.2010

Tastings-blog.de / Tim Reuber denkt über Kommerzialisierung nach

Im Dezember hatte ich ein neues Blog Projekt vorgestellt, aus den Reihen des Cocktail & Dreams Forums: Tastings - Die Cocktail Conaisseure starten durch...


Tim Reuber hat seiner Zeit dort das Große Tasting gestartet und einen recht professionellen Blog dafür aufgezogen: http://tastings-blog.de. Seiner Zeit hatte ich darüber nachgedacht, das so ein Projekt als gewerbliche Dienstleistung durchaus Vorstellbar ist:


"Und wenn man über die Tasting Idee nachdenkt, ist damit glaube ich sogar ein Business zu bestreiten.
Sowohl in dem Verkauf des Tastings als auch in direkter und indirekter Werbung durch Industriepartner, bzw. kostenloser Sponsorware, liegt bei entsprechender Beachtung denke ich durchaus Potenziale. Hinzu kommt, die Dienstleistung als solches darüber hinaus für neue Produkte angenehm teuer zu verkaufen. Man wird sehen, ob sich in naher Zukunft jemand auf diesem Feld in Deutschland gewerblich positionieren wird. Das Problem wird sicherlich die "Gemeinde" sein. Beim C&D Forum ist sie langsam gewachsen. Seit ca. 4 Jahren lese ich dort mit und mittlerweile ist das ganze  recht "hochwertig" geworden. Solch eine gewachsene Gemeinschaft läßt sich nicht einfach auf die Beine stellen. Aber in der Regel bei Kommerzialisierung recht schnell zerstören." 

Und siehe da: Tim Reuber (Forums Nick: Drum-Drum) denkt nunmehr ernsthaft darüber nach, seine Dienstleistung gewerblich anzubieten und ebenfalls erahnte Kritik von Seiten der "Gemeinde" läßt nicht auf sich warten.  Das ganze wird im aktueller Thread im Cocktail Forum hier besprochen: Tasting-Blog (Zukunftsmusik)

Das einzige was in meinen Augen fehlt: Eine mutigerer Standpunkt. "JA, ich will damit Geld verdienen, soviel wie möglich. Ruhm, Rum und Reichtum sind mein Ziel. Meine Dienstleistung wird so außerordentlich gut sein, das mir dies gelingen wird. Ich werde einer Teil der Gemeinde hier verlieren, weil das immer so ist, durch die Qualität meiner Arbeit allerdings in kurzer Zeit noch mehr begeisterte Spirituosen Freunde gewinnen." So, oder so ähnlich fände ich deutlich ehrlicher als ein zu vorsichtiges "Ich muss es ja auch aus rechtlichen Gründen anmelden und will meine Cocktailkasse aufbessern. Natürlich werde ich nie reich damit werden und das ist ja auch nicht mein Ziel.".


Nun denn, meine zwei Cent. Ich bin gespannt, wie sich das Projekt entwickelt. Wenn Herr Reuber dies nicht oder nur halbherzig in eine gewerbliche Aktivität umsetzt, bin ich mir sicher, wird es jemand anderes in kürze tun. Ein kleiner Nischenmarkt ist vorhanden. Und, bei entsprechender positiver Popularität sind, so denke ich, durchaus größere Summen von Industrieseite abzuholen.

Viel Erfolg Tim, nur Mut!

28.06.2010

Die Mixology Bar Awards 2010 - Vertrauliches Jury Treffen bei Herrn Blattner, Widder Bar, Zürich

Grandseigneur  Scholl und El Duderino Gabanyi
Mein Gott ist das Schön. Unglaublich.  Die Bar: umwerfend. Das Hotel - Wow Wow Wow. Die Stadt im Sommer - ein Traum. Die Gesellschaft - einzigartig. 24 Stunden - dutzende Male WOW. Was für ein Tagesausflug.

Doch fangen wir von vorne an. Gregor Scholl hat mich schon vor langer Zeit gefragt, ob ich mich bereit erklären würde, als Jury Mitglied bei den Mixology Bar Awards teilzunehmen. Eine verlockende Frage, doch zunächst einmal hatte ich seiner Zeit abgelehnt.

Der Bar Convent Berlin ist für mich seit je her die wichtigste Bar Veranstaltung des Jahres in Deutschland. Die Bar Awards, bei denen LE LION im vergangenen Jahr ebenfalls ausgezeichnet wurde, sind für mich ebenfalls wichtigste Auszeichnung unserer Branche in Deutschland. Schlicht weg weil es von Menschen kommt, deren Arbeit ich sehr schätze.

Dennoch ist diese Aufgabe eines Awards aller Wahrscheinlichkeit eine extrem undankbar. Ich habe es in den vergangenen Jahren eher am Rande mitbekommen: jede Entscheidung, die "Besten" des letzten Jahres auszuzeichnen, wird Ihre Kritiker finden. Warum also sich "unbeliebt" machen?

Nun, einige persönliche Gespräche, einige Flaschen Bollinger und etwas Reflektion zu den Awards haben mich mit der Zeit umgestimmt. Und nach dem gestrigen Tag in Zürich muss ich gestehen, ich bin froh, die diesjährigen Awards mitzugestalten. Denn das, was mir gestern in Zürich präsentiert wurde war extrem gut organisiert und hat diverse Änderungen zu den Vorjahren erfahren, die ich mehr als gelungen finden.

Ich möchte hier an dieser Stelle nicht zuviel preisgeben. Das sei Helmut, Sanjay und Co. vorbehalten.
Eines sei erwähnt. In diesem Jahr gibt es eine große Auswahl von Jurybeiräten die aktive bei der Findung der Besten unserer Branche mit integriert waren. Das Netzwerk setzt sich zusammen auf Brand Ambassadoren und umtriebigen Menschen des Bar Bizz. Diese Personen reisen viel und haben ein umfassendes Bild der deutschen Barszene. Die Empfehlungen dieses Crowd Scoring geben somit ein deutlich besseres Bild des IST Zustandes im GSA Land ab.

Die Arbeit gestern bestand darin, diese Empfehlung für die Nominierungen der Awards auszuwerten.  Hinzu kam das Überarbeiten und  Definieren der Kategorien, um hier für höchst mögliche Transparenz zu sorgen.

Das Team von barworkz wird die Nominierten, den Jurybeirat und die Kategorien in Kürze publizieren.
Nach einem sehr arbeitsreichen Tag (und einer großen Nacht voll Vergnügen) kann ich aber sagen, das ich das Gefühl habe, das das Ergebnis der Nominierungen sehr gut ist. Ich finde es spiegelt den IST Zustand unserer Branche im vergangenen Jahr wieder. Sicherlich, eine 100% Übereinstimmung wird es nie geben. Und die Grenze von neuerdings maximale fünf Nominierten pro Kategorie (Ausnahme bei Spirituosen) zieht ein noch schärferes Bild.

Die Nominierung ist somit noch konzentrierter. Sie ist in meinen Augen jetzt eine wichtige Auszeichnung.

Wie ich auf der langen Jury Sitzung erfahren habe, gab es im letzten Jahr sehr viel Kritik zu dem Awards. Das wird denke ich immer so sein. Ein Großteil dieser Kritik war extrem produktive und Helmut hat diese Kritik ausdrücklich gelobt. Einige Kritik zu später Stunde allerdings, direkt ausgelebt an einigen Jury Mitgliedern, war wohl eher in Art und Weise erschreckend. Ich hoffe, das mir diese Mischung aus Arroganz, Eitelkeit, Neid und Unsportlichkeit in diesem Jahr erspart bleibt - wir werden sehen.

Die eigentliche Jury um den Vorsitzenden Gregor Scholl setzt sich mit Ihm wie folgt zusammen: Beate Hindermann, Sefan Gabanyi, Markus Blattner, Stefan Stevancsecz und mir. Um einen Teil eventueller Kritik gleich abzuschmettern, haben wir Jury Mitglieder entschlossen, das Bars der Jurymitglieder und deren Teammitglieder nicht nominiert werden können. Bei so großen Talent Schmieden wie dem Schumanns werden somit eventuelle ein oder zwei sehr talentierte Kollegen bei Nominierungen ausgeklammert - mir erschien diese Lösung allerdings eine  Grundvorraussetzung für eine faire Jury Arbeit. Ich finde es bei den TOTC "schwierig" wenn Jurymitglieder teilweise Preise gewinnen. Sicherlich verdient - aber eventuelle fragwürdig.

Ich würde mich über Gedanken, Kritik, Anregungen zu den Bar Awards via Kommentar freuen und bin gespannt, wie die bald erscheinende Liste der Nominierungen aufgenommen wird.

27.06.2010

Im Fall Ferdinand Kranz. Zeugenbefragung Teil 1

Jörg,

hoffe Ihr hattet ein erfolgreiches WE, hab am Freitag ein nettes Paket von der Mosel bekommen mit Likören und Bränden, wie versprochen mein Feedback zu den sechs Produkten…
 
Miraballe richtig gut, vor allem für den Preis
Williams nicht schlecht vor allem bei dem Preis, aber die Nase ist besser als der Gaumen, denke aber dass er eine sehr gute mixybility hat.
Traubenlikör richtig gut für kleines Geld
Mein Favorit ist aber der Ingwerlikör der Hammer 40 Vol. % schöne süße, gute scharfe, sehr natürlich(keine Chemiekeule) gelungen
Weinsbergpfirsich schlecht, erinnert ein bisschen an Kirmes Paradiesäpfel
Ein Flop ist der Dattel/Feigenlikör null Dattel oder Feige, ich habe die Sachen mit Stephan Hinz verkostet und beim Dattel Feige haben wir beide an Pfirsich/Aprikose und irgendwas was wir nicht definieren konnten gedacht, irgendwie komisch werde Ihn noch mal darauf ansprechen
 
Danke für den Tipp
 
Grüße nach HH an die Le Lion Crew!!!
 
Hamudi
 
Al-Salam
Orient Lounge & Esskultur
Hohenstaufenring 22
50674 Köln

21.06.2010

Ein Sommer Drink! Genuß ohne Marketing: Warum in einer guten Bar "Brands" nicht all zu wichtig sein müssen. Teil 1

Es folgt eine ganz üble Geschichte: Schmierige Verwandtschaft, "Billiger" Schnaps, "Unversteuerter" Handel... hört sich gut an, oder? Popcorn Kino vom Feinsten. Ich hoffe Sie sind im Folgenden nicht enttäuscht: Es ist nämlich eine charmante Geschichte.  Ich hab ein bisschen Dick aufgetragen. Altes Bartender Problem.

Es geht um Ferdinand Kranz. Keine Webseite. Googlesichere Weste. Ohne Ihn jemals gesehen zu haben, würde ich sagen, Tendenz: Old Skool. Ich habe Herr Kranz einmal telefonisch gesprochen.

Und beim ersten telefonische Kontakt mußte ich mich gleich entschuldigen. Ich hatte schlicht weg seine Rechnung nicht bezahlt. Das war mir hochgradig peinlich. Aber seine "Belege" hatten mich verwirrt. Ich hatte das beim ersten mal nicht als Rechnung erkannt, sondern über Kasse als Barzahlung gebucht. Die Rechnung sehen nämlich so aus:

Fast vergessene Rechnungform. Simplify your life.
Jetzt weis ich Bescheid und die folgende Lieferung habe ich gleich per Vorkasse bezahlt. Man will bei Herrn Kranz nicht in Ungnade fallen. Der Mann hat nämlich "guten" Stoff. "Unversteuert" in so fern, als das der Kranzische Spirituosen Konzern sein Gewerbe als Kleinunternehmer ausführt und daher auf die Umsatzsteuer verzichten darf. Das läßt erkennen, das die Anzahl der jährlich gehandelten Flaschen "begrenzt" ist. Und ehrlich gestanden, beim Schreiben dieser Zeilen, frage ich mich gerade ob es Sinnvoll ist, sich hier die eigenen "Bestände" wegzuempfehlen?

Nun denn. Herr Kranz, vielmehr eines seiner Produkte, hat mir vor einigen Wochen Herr Kappes untergejubelt. "Probier mal"... leicht verschmitztes Lächeln bei Herrn Kappes. Man ahnt "Böses". Riecht am Glas, volle, satte Frucht! Interesse geweckt, probiert, und findet ein sehr gut gemachten Mirabellen Brand in seinem Mund wieder.

So unscheinbar kann guter Schnaps sein

Yummy. Wie gesagt. sehr angenehme Frucht. Selten so vorgefunden. Auf Nachfrage wird einem die Flasche präsentiert. Bis dahin Vorstellungen von einen teurem Haus. Beim Anblick der Abfüllung wird klar: 100% Unprätensiöse Aufmachung, scheinbar: Viel Frucht wenig Ehr!

Ich notige Herrn Kappes nun mehr nach Details. Was, Wer, Wieviel? Die Antwort kommt prompt: "Mirabellen Brand von Ferdinand, ist der Großcousin meines Vaters. In dem Dorf Brauneberg ist mein Vater aufgewachsen. Mein Großvater war dort Winzer und hatte einige Weinberge an der Mosel. Schon er hat in der Dorfbrennerei Trester gebrannt um in der harten Nachkriegszeit ein Tauschmittel für Nahrung zu haben. So gab es dann zum Beispiel für eine Flasche Trester eine große Mettwurst. Diese Flasche hat der Tauschhändler dann an einer nahe gelegenen Kaserne an die Amerikaner für viel Geld verkauft...." Aha ... da wird man hellhörig: Viel Geld? Gut ist er ja, wenn auch in unglaublich hässlicher Flasche. Was kostet die Flasche denn? 30,00 €?

Erneut verschmitztes Lächeln von Herrn Kappes. Nicht ganz! Fünfzehn Euro!

Hört Hört, da sieht die Sache ja schon ganz anders aus. Wer braucht schon eine schöne Flasche wenn er so viel "Value" für so wenig "Money" auf den Markt bringt. Großartig.

In den nächsten Tagen wird mit den "Probeflaschen" experimentiert. Pur wird die Mirabelle dem einen oder anderem erfahrenem Stammgast unterbreitet. 100% Lob. Vielfache "Schätzungen". Es fallen große Namen (für großes Geld). Durchweg Überraschungen. Größtes Lob von einem dänischem Sommelier und Wine Buyer. Stammgast Le Lion - sehr erfahren. Schlichtweg angetan. Als er den Preis hört, will er es nicht glauben. Als er die Flasche sieht, begreift er es. Er ist begeistert. Es folgt eine kleine Unterhaltung über Sinn und Unsinn sehr teurer Destillate. Selbstverständlich bei ein, zwei Glas Mirabelle.

Die Frucht des Destillates ist sehr ausgeprägt und es schreit danach, vermixt zu werden. Schlichte Kranz-Mirabellenbrand Sours und Collinses werden in den nächsten Tagen vermehr im Löwen serviert. Als wir unerwartet "out of Stock" laufen und einige Tage bis zur Lieferung brauchen, gibt es erste kritische Gäste. "Haben Sie schon wieder diesen Mirabellen Schnaps?"

Mirabelle Kranz im Löwen ist in diesem Sommer gesetzt. Und Mirabelle Kranz ist ein herrliches Beispiel dafür, warum eine gute Bar, sagen wir nun einmal vorsichtiger: NICHT IMMER Brands braucht.

Mirabelle Kranz ist kein Brand (Englisch "Marke"). Es ist schlichter Brand (Deutsch "Destillat"), viel Value for Money. Den Nicht"Brand"Brand in der Bar in Drinks einzusetzten bringt die Kontrolle zurück zum Bartender. Die Gäste machen kein Brandcalling wohl aber Brand Calling. Sie wollen ein Mirabellen Sour. Warum? Weil Sie dem Bartender vertrauen und das Ergebnis schlicht weg sehr gut ist. Ohne viel Drum herum. In einer guten Bar vertrauen Gäste dem Bartender. Und wenn dieser einen sehr guten Job machen, vertrauen Sie Ihm auch ohne jegliches Brand/Marketing.

Am Ende des Tages wollen erfahrene Gäste einen guten Drink im Glas. Das hast grundsätzlich nichts mit einer "Marke" zu tun. Manchmal ist ein brand nur ein Brand. Zum Gück!


Edle Obstbrände und Liköre
Ferdinand Kranz
Lindenstraße 4
54472 Brauneberg

Tel. 06534 / 659

Keine email, keine Webseite.

20.06.2010

Lesermail: Brands sind in einer guten Bar wichtig!

In meinem Text "PR for Runaways" habe ich mir erlaubt, einen Satz von mir zu geben, der einen geneigten Leser dazu veranlasste mir eine "Leser Mail" zu schicken:

Meine Aussage: "Brands sind in einer guten Bar nicht wichtig".
Darauf, wie ich finde, ein lesenswerter Konter:
"Lieber Jörg Meyer,

hier spricht die Industrie, aber nicht nur die, sondern  in Personalunion auch ein gelegentlicher Gast und Freund gepflegter Cocktails.

Mit Kommentaren und /oder Beiträgen in den verschiedenen Foren der "Königsklasse" halte ich mich grundsätzlich zurück, denn als Industrieller und Hobbymixer ist man da ja nicht drin. Das ist auch in Ordnung so.

Nun hat mich Ihre jüngste Festsstellung (im Zusammenhang mit der kritischen Betrachtung von PR) "Brands sind in einer Bar nicht wichtig", doch zur virtuellen Feder greifen lassen. 
Zweifellos machen Marken allein aus einer schlechten Bar keine gute, auf den Meister kommt es an. Aber ich glaube Sie unterschätzen oder verkennen vielleicht das Wesen der Marke. Sie ist doch ein soziales Wesen, die mit dem Gast kommuniziert, sie erzählt eine eigene Geschichte, die sie von der ihres Nachbarn unterscheidet und weshalb diejenigen, die mir ihr vertraut sind und sie sozusagen in ihr Herz geschlossen haben, sich immer wieder liebevoll ihr zuwenden. Stellen Sie sich in Ihrer Bar eine Batterie namenloser Flaschen vor, die sich nur durch Ihre generelle Inhaltsangabe voneinander unterscheiden. Nur "Gin" oder "Wodka" beantworten eben nicht die wichtigen Fragen wie: wo kommst Du her, wer hat Dich erfunden, wer hat Dich hierhergebracht, wie lange bist Du schon hier, hast Du Geschwister, wer steht da neben Dir? Fragen ohne Antworten, ein orientierungsloser Gast zahlt und verläßt das Lokal.

Gut geführte Marken haben diese Antworten in sich, ohne daß der Bartender noch etwas beizutragen hätte. Muß er ja auch nicht (immer), denn er macht in Ruhe und ungestört den perfekten Cocktail. Also, ich finde, Brands sind wichtig!"*
* Der Autor ist mir bekannt. Da ich Ihn aber nicht zu dieser Veröffentlichung gefragt habe, finde ich es angebrachter seine Mail anonym zu veröffentlichen.  Vielleicht gibt er sich ja in den Kommentaren zu erkennen.

Ich habe dazu eine Antwort "im Kopf" und reiche diese in Kürze "nach" - bis dahin interessiert mich Ihre Meinung: "Sind Brands in einer guten Bar wichtig? Wenn ja, warum?

17.06.2010

JRGMYR - Aktion: Bartenders Best Buy: Gosling Black Seal, Peychauds, St. Germain, Geranium Gin

Seit Tagen (Wochen) kusiert ein übles Gerücht in unseren Bartender Kreisen. Nach Peychaud nun  Goslings Black Seal ist in Deutschland nahezu ausverkauft. Dark and Stormy, oder Ranglum ohne Goslings? Schwer vorstellbar. Von Hamsterkäufen ist die Rede, panische Bartender beleidigen Ihre Haus und Hof Liefranten... Die Republik droht im Chaos zu versinken. Fast.

Gestern habe ich mich umgehört, wer noch Goslings Black Seal zu welchem Preis liefert. Die Ware ist knapp. Bei einen "altem Bekanntem" wurde ich unerwartet fündig.

Markus Lion von Absinthe.de erweitert, nachdem er seinen Shop überarbeitet hat, sein Sortiment, neben erstklassigem artesanal Absinth, auf die Zielgruppe Bartender und Connaisseure. Nach unserem Gespräch gestern und heute, kann er folgendes Angebot an Bartender unterbreiten:

JRGMYR Bartenders Best Buy No.1

18,00 € - Goslings Black Seal 40%Vol (derzeit ca 120 Flaschen auf Lager) 0,7
21,50 € - St. Germain 0,7
10,00 € - Peychaud Bitter 150 ml
19,00 € - Geranium Gin 0,7

Alle Preise NETTO, Nur für Gewerbetreibende, ohne Gewähr


Wichtiger Hinweis: Diese Preise sind für Wiederverkäufer und nur mit einem Gewerbe erhältlich. Um in den Genuss dieses Angebots zu kommen, bitte eine Email mit der korrekten Firmierung und Kontaktdaten an Markus Lion  via mail @ absinthe.de. Ins Betreff bitte: JRGMYR Bartenders Best Buy.

Er schaltet Ihnen dann einen Gewerbeaccount im Shop frei bei dem diese Artikel mit den Preisen angelegt sind (der Rest wird auch billiger)

Deal? Würde mich freuen wenn Sie mich per Kommentar wissen lassen, wer dieses Angebot wahrgenommen hat.

Darauf einen Dark & Stormy!

TALES OF THE COCKTAILS - Spirited Awards 2010 - The Nominees

Award Categories and Criteria and Shortlist
(In no particular order)
Best American Cocktail Bar
Criteria: This award recognizes the influence on cocktail trends within the United States and seeks to award the country’s best cocktail bar.
  • The Clover Club, Brooklyn
  • Death & Co, NYC
  • Rickhouse, San Francisco
  • The Varnish, Los Angeles

World’s Best Hotel Bar

Criteria: The classic ‘American Bar’ played an important role in the history and development of cocktail culture. The judges are looking for hotel bars, which uphold this tradition (but are not necessarily old) and offer five-star service and consistently well made drinks.
  • The Artesian at the Langham, London
  • The Bar at The Connaught Hotel, London
  • Florida Room at The Delano, Florida
  • Hemingway Bar, Paris

Best Cocktail Writing

Criteria: Great journalism is one of the best ways to communicate to the general public the value and significance of great cocktails and related products. This award is for any non-book journalism (Magazine, Newspaper, Website, etc) which promotes bars, bartender, or cocktails in general.
  • CLASS magazine
  • Gary Regan
  • Jared Brown and Anistatia Miller
  • Naren Young

Best New Product

Criteria: This is awarded to what the judges consider to be the best new cocktail ingredient (spirit, liqueur, syrup or juice) or piece of cocktail equipment (muddler, shaker etc.). To qualify products must be on general retail sale in at least three US states.
  • Celery Bitters, The Bitter Truth
  • Cocktail Kingdom’s barware
  • Crème Yvette by Cooper Spirits
  • Meehan Cocktail Bag by Jim Meehan

Best American Brand Ambassador

Criteria: An award that recognizes the importance of personality in the promotion of drinks brands across America.
  • Charlotte Voisey, William Grant and Son's Portfolio *
  • Jacques Bezuidenhout, Partida
  • Jamie Gordon, Absolut
  • Tals Nadari, Bols

World’s Best Drinks Selection
Criteria: A venue stocking an outstanding range of spirits and liqueurs. The judges will favor discernment as well as sheer numbers of bottles stocked.
  • Artesian Bar at The Langham Hotel, London
  • Bar Lebensstern in Café Einstein, Berlin
  • Macao Trading Co, NYC
  • Widder Bar, Zurich

American Bartender of the Year

Criteria: From Jerry Thomas onwards, American bartenders have been amongst the most influential on drinks styles and cocktail culture in general. This award seeks to recognize the most influential American bartender today. The winner should be proficient at making all recognized classic drinks and also have created contemporary cocktails, which have been copied by his/her peers.
  • Eric Alperin, The Varnish
  • Kenta Goto, The Pegu Club
  • Murray Stenson, Zig Zag
  • Sam Ross, Milk & Honey

Best New Cocktail/Bartending Book

Criteria: The best book published in 2008 regarding cocktails, liquor, bars, bar design or bartending in general. New editions of existing works may also be nominated.
  • Beachbum Berry Remixed
  • Gin Compedndium by Gaz Regan
  • MudPuddle Books by Greg Boehm
  • Vintage Spirits and Forgotten Cocktails by Ted Haigh

World’s Best Cocktail Menu

Criteria: The judges seek to reward innovative and thirst inducing cocktail menus. Both the design and content will be considered.
  • Death & Co, NYC
  • Lonsdale, London
  • Mayahuel, NYC
  • Rickhouse, San Francisco

International Bartender of the Year

Criteria: The absolute best drinks mixer in the world. The winner must have received international recognition of their work with their own recipes crossing borders to appear on cocktail menus in numerous countries. (US citizens are not excluded.)
  • Agostino Perrone, The Connaught Hotel, London
  • Brian Miller, Death & Co, NYC
  • Salvatore Calabrese, London
  • Sam Ross, Milk & Honey, NYC

World’s Best New Cocktail Bar

Criteria: Only bars, which opened after 1st March 2009 may be nominated. This award aims to reward new creativity and ideas as well as well executed drinks.
  • Cure, New Orleans
  • Dutch Kills, Queens
  • Mayahuel, NYC
  • Rickhouse, San Francisco

World’s Best Cocktail Bar

Criteria: Only truly world-class bars will be considered for this illustrious title. Some bars attain worldwide recognition and this award recognizes the very best of the best.
  • 69 Colebrooke Row, London
  • The Cocktail Bar at The Merchant Hotel, Belfast
  • Death & Co, NYC
  • Quo Vadis, London
Best International Brand Ambassador
Criteria: An award which recognizes the importance of personality in the promotion of drinks brands and their creative use of brand communication to engage the trade and their ability to execute compelling education and seminars. This person will work in an International capacity or in a Country other than the USA.
  • Angus Winchester, Tanqueray
  • Dan Warner, Beefeater
  • Jacob Briars, 42 Below
  • John Gakuru, Sagatiba
Best Bar Mentor
Criteria: Not everybody who is having an impact on the quality of the cocktails we drink are working behind the bar as bartenders. There are many people who are creating fine bar programs, training the next generation of great bartenders, and playing an active role in designing the bars we all love to drink in. This award is to recognize those individuals who, in their professional life, play a crucial role in raising the quality of bars, bartenders, and cocktails without currently working as a bartender.
  • Dale DeGroff
  • Robert Hess
  • Sasha Petraske
  • Tony Abou-Ganim
Helen David Lifetime Achievement Award
Criteria: The impact that some people have on the general cocktail community can span over the course of many years. There are individuals who have worked long and hard to change the industry and educate the public. This award is to provide special recognition to these individuals and the wonderful efforts they have undertaken.
  • Brian Rea
  • Gary Regan
  • Murray Stenson
  • Tony Abou-Ganim

List seen first at 4bars.com

Tips für PR Agenturen für den nächsten Pitch um große Etats: Spirituosen Tastings auf Flügen

Gary Vaynerschuck ist ein coller Hund. Ganz großes Tennis. Sein Winelibrary TV Show finde ich hochgradig uninteressant, seine Keynotes über Social Media sind das Beste was das Web zu bieten hat. Wenn davon von Agenturseite nur 30% umgesetzt würde, hätten man wahrscheinliche die gelungenste Kampagne seit Netz Gedenken. Aber das ist ein anderes Thema.

Schon vor einiger Zeit las ich eine Pressemitteilung die ich hochgradig Interessant fand. Irgendwie ist diese in Vergessenheit geraten, und irgendwie habe ich mich gestern, beim Anschauen einer GV Keynote wieder dran erinnert.

Kurz: "Award-Winning Airline Virgin America Introduces Suggested New Wine & Food Pairings @ 35,000 feet; Partners with New York Times Bestselling Author and Host of Wine Library TV, Gary Vaynerchuk"

und auf Deutsch: Die Flugline Virgin America entwickelt ein Programm, das es ermöglicht während des Fluges Food und Wine Paarings zu probieren. Dazu führt Gary V. (am Monitor) durchs Programm. Wine Library TV gibt dazu, wer möchte, on top!


Nichts gegen Wein. Aber man stelle sich DIAGEOS Single Malts, Pernod Ricards bzw. Bacardis Portfolio etc etc oder, wie konnte ich das vergessen, LVMH KRUG Vertikal Probe auf 10000 Meter vor. 

Dazu Dave Broom, Ed Hamilton oder andere Größen der Branche auf dem Bildschirm. Würde doch den einen oder anderen Flug interessanter gestalten. 


Daher meine Bitte an mitlesende Agenturen: Bitte in den nächsten Pitch einarbeiten. Langstrecke ist immer hochgradig langweilig. Als Beraterhonoar sei mir ein Freiflug auf einer eingesetzten Strecke gegönnt. First Class wollte ich immer schon mal ausprobieren...

Kappes Kognac No.2: Thumbs up, Mr. Palazzi

Last week  Mr. Kappes and Mr. Meyer finaly made it: Tasting Mr. Palazzis Cognac

The "Kappes Kognac" History

In march we announced our plan to find some good Cognac for Le Lion. Something rare and outstanding. Already a few days later I wrote about our new "project" "Kappes Kognac" I had to write about Mr. Palazzi. (KK Part I.). Sounds like this man is a serious cognac lover. So he send us one of his bottles, and after finally tasting it, we have to say: It was a shame to wait this long time. Because the Product is fantastic.

Mr. Palazzi was so kind to send as a bottle of PAUL_MARIE & Fils Cognac "Barrique devant la porte". So Mr. Kappes and me had no idea whats inside this bottle, we opened it and had a nice sip. Wow.  52 %Vol - so smooth? Very complex, very dry, but still fruity. I can't remember ever drunk a spirits called cognac and had this style of taste.

There more I drank of this fine brandy, the more I enjoyed it. The ABV doesn't fit to the taste profile. I was impressed. This Cognac to me, fits totally in the profile of Cognac I was looking for. Some new, better to say old and lost drinking experience we should bring back behind the bar. And good think: Mr. Kappes face send me the same message after every sip.

Mr. Palazzi lives in New York. This afternoon I made it to have a interesting conversation with him about the Cognac he send us, his business and his philosophy.

The Cognac:






Grande Champagne, Distilled in the early 1950's, single cask, cask strength, 51 % abv, unfiltered, 257 bottles made. He showed me a picture of the old cellar where he "found" the Cognacs from the 50's and this one, was in fact the barrel "next to the door" (Devant la forte).

Currently there is no price, because Mr. Palazzi, till now, sells this fine Cognac in New York.. We will see. Because what I, better we Mr. Kappes, have to do, is to travel in the very near future to Cognac and visit this enthusiastic gentleman. (And his Cellar, lets see whats next to the one next to the door).

Already yet, Mr. Palazzi shared some secrets with me, about the technique of blending cognac etc. So, I can't wait to hear more from him. Mr. Kappes - We have to check flights - Time to visit the region of Cognac...

http://npalazziwine.com

15.06.2010

Albert Trummer nach "Feuershow" inhaftiert...

Picture by The Dizzy Fizz
US Amerikanische Bartender habens nicht leicht. Die Benutzung roher Eier verstößt gegen  US Hygiene Recht. Das aromatisieren, bzw. infusionieren von Spirituosen ist in den meisten Bundesländern per Gesetzt untersagt. Oft muss man als Bar Fly bei den überregulierenden Amerikanern den Kopf schütteln.

Heute allerdings, fand ich einen Artikel in der NY Times, bei dem ich dachte: nachvollziehbar. Celebritiy Bartender Albert Trummer, Apotheke NYC, sah dies sicherlich am Wochenende etwas anders, als Ihn drei undercover US Fire Marshalls nach dem Flambieren eines Drinks in seiner Apotheke umgehend verhafteten und abführten.

“It was a huge fireball,” said Robert Byrnes, the city’s chief fire marshal...
“It was in close proximity to decorations, curtains and combustible materials. This type of reckless conduct is not tolerated.”...Chief Byrnes said that the fire, set around 2 a.m. along the roughly 15-foot-long bar, was six feet wide and had flames that leapt two to three feet in the air. It burned for several minutes and then extinguished itself. No one was hurt, and no curtains singed, but Mr. Trummer was arrested and charged with reckless endangerment and criminal nuisance, both misdemeanors" so die NY Times.



Ich möchte nicht missvertanden werden. Der "anonyme" Tip, zu deutsch: ein neidischer Kollege hat denunziert, ist nicht die feine Art. Und Blue Blazer und Co. können interessante Drinks sein. Wobei  ich mir  sicher bin: der vielgerühmte Vater unserer Profession, Jerry Thomas, war ein extrem guter Showman und die Feuer Nummer, früher wie heute, ist die "schmierige" Nummer, für Aufmerksamkeit und "Bewunderung" an der Bar zu sorgen. Interessanter Weise wird "diese" oft von Kollegen eingesetzt, die sich an anderer Stelle über Flair Bartending negative auslassen.

Wer in Deutschland hinter der Bar flambiert, da bin ich mir sicher ohne die Grundlagen genauer zu kennen, verstößt gegen eine Menge Auflagen und begibt sich haftungstechnisch auf sehr dünnes Eis. Nur haben unsere "Behörden" dem bislang keine Aufmerksamkeit geschenkt. Interessant wäre z.B. zu wissen, in wie weit der Inhaber sich strafbar macht, wenn solche Drinks expleziet, z.B: übers Menü, angeboten und verkauft werden. Fordert er damit seine "Mitarbeiter" zu strafbaren Handlungen auf?

Sicherlich, ein Blue Blazer und das geschickte Hantieren mit den beiden Krügen und der laufenden Flamme finden großen Anklang bei vielen Bartendern. Nur wenn man diese, wie so oft, zur Feuer Show ausarbeitet, sind sie am Ende des Tage, neben berechtigter Sicherheitsbedenken, nur eines: Billige Effekthascherei.

11.06.2010

BREAKING NEWS: Stephan Hinz aus Köln gewinnt globale G-Vine Gin Competition in Paris


Jay Hepburn berichtet derzeit live aus Paris von der Globalen G-Vine Challenge und gerade zum Feierabend fand ich eine sehr angenehme Mitteilung online.

Köln, masslos unterschätzte Stätte feinster Handwerkskunst unseres Berufstandes, hat es, wieder einmal zu Recht, der Welt  (des Bartendings) gezeigt: Stephan Hinz von der Shepards Bar in Köln hat sich beim Globalen Finale des wohl derzeit anspruchsvollsten globalen Bartender Wettbewerbs durchgesetzt und den ersten Platz gewonnen!

Glückwunsch Stephan - eine sehr verdiente höchste Auszeichnung. Und natürlich Glückwunsch an Shepards.  Möge der Schaumwein dieses Wochenende die Stadt am Rhein fluten...

08.06.2010

„PR for Runaways: Understanding Social Media“ oder „Bartender, wohin des Weges?“

Kapitel 1. Der Fall Wüstenhagen! „Harry, hol schon mal den Wagen...“

Herr Meinke spricht mir aus der Seele“ - Wer hätte gedacht das mir dieser Text doch noch einmal übers Keyboard rutsch. Doch „Schuld“ ist er nicht alleine. Mit Wüstenhagen vs. LVMH fing alles an.

Doch von vorne. Politik und Religion gehören an keine Bar. Soweit ist alles klar. Und grundsätzlich sollten Bartender verschwiegen sein und die Gespräche mit Ihren Gästen für sich behalten. Soweit gehen wir ja auch noch konform. Nun mehr zwingt sich mir die Frage auf: Gilt dies Verschwiegenheitsgelübte eigentlich in Beide Richtungen? Sprich: muss der Gast auch das Bartender Gespräch unter dem Deckel halten? Der Fall Wüstenhagen bereit mir hier philosophisches Kopfzerbrechen. Aber nur am Rand, und auch nicht wirklich großes (Die Frage an sich bleibt trotzdem interessant).

Also: Herr Wüstenhagen, mittlerweile treibende Feder des Blogs „Bartender Lab“ (Seinerzeit von Bartender gegründet, derzeit von geschätzten Connaisseuren übernommen) hat sich in einem Artikel erlaubt, die Darreichungsform Ihm zugestellter Proben guter Whiskys aus dem Hause LVMH kritisch zu hinterfragen. Im Artikel gesteht Herr Wüstenhagen dies mit Bartendern ebenfalls besprochen zu haben. Ich gestehe, ich war einer von diesen Bartendern. Und ich sehe es ähnlich wie Herr Wüstenhagen. Nur hätte ich darüber nicht geschrieben. Mehr zu dem Problem des Nicht-drüber-Schreibens in Kapitel 3. Da Herr Wüstenhagen es nun getan hat, erlaube ich mir einige Randbemerkungen.

Herr Wüstenhagen hat recht. Bei dem einen oder anderen Feierabend Bier haben wir uns über diese Samples unterhalten. Auch ich habe angemerkt das die Dareichungsform mir nicht sonderlich zusagt. Und dabei geht es nicht um die Tatsache, das hier „gespart“ wurde. Eher das Gegenteil ist der Fall. Ein fantastisch aufgemachter Kasten mit viel Drum Drum. Aufwendig und Edel. Absolut passend zum Haus. CD, Info, Bilder Tam Tam. Interessiert mich nie.  Mich Interessiert der Inhalt. Falls der gefällt, kann man den Rest ergoogeln, selbst ein Foto machen (bei „schönen“ Flaschen) oder zur Not die PR Abteilung ansprechen.

Auch ich habe angemerkt, das ich bei den aktuellen Aussendungen die beigefügte Flaschen der Wertigkeit des Ganzen in meinen Augen nicht entspricht. Ich muss gestehen, ich habe die letzten Samples ungeöffnet an Stammgäste und Whiskyfreunde in der Bar verschenkt. Schlicht und einfach weil ich mit dem Inhalt wenig Anfangen kann. Eine Flasche, statt des ganzen Drum Herums würde mir persönlich mehr bringen. Schlicht und ergreifend weil ich bei einem neuen Produkt gerne mit versierten Gästen Teile, mir Meinungen einhole und eventuelle auch einen Drink probiere. Ein paar cl helfen mir dabei nicht.

Meine eigene Meinung ist mir bei einem neuen Produkt eher unwichtig. Sicherlich werte ich das Produkt vorab, viel wichtiger jedoch erscheint mir die Meinung der Gäste. Aus deren Reaktion kann ich eher erkennen: Ist das ein Wieder-Verkaufbares Produkt? Dazu gehört unter anderem auch das Packaging und die Aufmachung. Denn letzt endlich ist die Verkaufbarkeit das wichtigste Kriterium für einen Bartender. Nicht ich soll das Zeug trinken, sondern meine Gäste! (Die sollen es trotz einer brutalen Kalkulation mit Freude bestellen).

Mir scheint ein Feedback für PR eher eine große Hilfe als eine unverschämte Kritik. Ich selber habe dieses Feedback nie gegeben, obwohl mir der Absender persönlich gut bekannt ist und ich Ihn schätze. Vielleicht gerade aus diesem Grund. Man möchte ja nicht, wie es zu unrecht Herr Wüstenhagen vorgeworfen wird, „unverschämt“ sein.

Vor gut einem Jahr hat mich die erste „Mini“ Probe noch zu Begeisterung hingerissen 

LVMH PR bleibt gut gemacht und alles jetzt folgende bezieht sich nicht auf eben dieses Haus, sondern auf die teilweise katastrophalen Missstände bei einigen Mitbewerben. Ich möchte sagen, hier wurde der Falsche „getroffen“. Denn das Haus LVMH gehört für mich als eines der ganz wenigen, zu den Häuser, die eine PR machen, die ich als Bartender und eventuelle Blogger mehr als  loben möchte. Also Antonio, falls Du das hier liest, jetzt ist der Zeitpunkt für einen entspannten Signet Padovani um mit einem Schmunzeln Kritik an Mitbewerben zu lesen. Ach ja, und in Zukunft Flaschen schicken, CD‘s und Co gerne weg lassen...

Kapitel 2. Kurz: PR könnt Ihr nicht. Lang: 75% der PR Agenturen die in Deutschland Spirituosen Brands betreuen erreichen mit Ihrer Arbeit weder Bartender, Blogger noch Cocktail Connaisseure.

Über Pröbchen und Proben geschrieben habe ich lange nicht mehr. Um am Ende ist es ja das was für die PR Interessant ist. Gewohnheiten verändern sich, der Email Account wird einige Male pro Woche mit PR Müll überschüttet. Ein paar mal die Woche stehen Proben im Le Lion, und immer weniger schreibt man drüber. Warum? Um Herrn Meinke hier zu zitieren: „Sei spannend, sei persönlich, sei zuvorkommend“. Die Beachtung dieses Minimal Standards scheint mir von Tag zu Tag, schwieriger zu werden.

Auch ich habe diese grotten schlechte Email von SLAM PR bekommen - ZUM HEULEN! Davon gibt es dutzende. Die Fehler sind unglaublich. Da wird ungefragt der Account mit Schrott zugespamt (Obwohl rechtlich fragwürdig). Twitter, Facebook und anderer Social Media Krams ,neue Spielwiese der Agenturen, diletantisch genutzt. Viral wird ganz schnell asozial ...

Ich habe mich hier im Blog schon öfters kritisch über schlechte PR geäußert. Und natürlich, dies sei der Form halber erwähnt, auch über Gute!  Die Lernfähigkeit über die Jahre scheint gen Null.

Dabei ist es doch so einfach, kinderleicht. Es geht darum den Gegenüber wirklich zu kennen, sich für Ihn zu interessieren und Ihn, ganz individuelle, statt mit Massenemails, für sich zu gewinnen. Ich rede hier nicht von kommerziellen Magazinen, Webseiten etc. Da kann man ja mal (Je nach Klasse des Objektes) Advertorials schalten und sich Berichterstattung über Anzeigen und andere Kooperationen kaufen. Ich rede hier von der Königsklasse. Von passionierten Bloggern und Bartendern. Diese (ohne Bezahlung) für das Produkte, die Idee zu gewinnen und Sie zu Botschaftern zu machen. Es geht um Long Term. Um eine „echtes“ Interesse. Das „Zielobjekt“ zu verstehen, zu erahnen WAS an neuen Produkt Ihn denn nun interessieren könnte. Supereinfach. Glauben Sie mir.

Mein persönliches Highlight der letzten Wochen:  Southern Comfort! 

Vor kurzem habe ich vier Emails von einer Agentur bekommen. Plus zwei oder  drei (?) Anrufe, die glücklicherweise immer bei Kappes/Baumann gestrandet sind. Der Reihe nach:

Die ersten zwei nicht personifizierten Emails mit der Wahnsinnig interessanten Mittleitung das Southern Comfort nun ein neues Flaschendesign hat. (China - Sack Reis - „Bumm“). Dann erhielt ich ungefragt ein Packet mit einer neuen Flasche Southern Comfort in die Bar (+ Presse Gedöns: Hübsch, teuer, unbrauchbar, 6- in der Ökobilanz) Dann berichtete mir Herr Baumann von einem dubiosem Anruf an dessen anderem Ende die Dame nicht ganz sicher war wie die Bar nun heißt, wo Sie genau Sei und ob das mit Herrn Meyer jetzt richtig sein. Darauf hin eine erneute Email mit  “Sehr geehrter Herr Meyer, Wir hatten Ihnen eine Flasche von Southern Comfort geschickt, in dem neuen Design. Leider erreiche ich Sie nie telefonisch. Ich wollte mal nachfragen, ob die Flasche angekommen ist, Ihnen gefallen hat und ob Sie darüber in Ihrem Blog berichten wollen würden?“ ...!

Nun, wer schon einmal mit Nicht Kommerziellen Bloggern zu tun hatte, weiss das bei dieser unverblümten Frage so aus dem Nichts in der Regel die Alarmglocken angehen. Naja, man will ja nicht so sein. Die Dame hatte einfach schlicht weg Pech. Ich habe das Paket ungefragt bekommen, hab mich gefragt warum ich das bekomme, schliesslich haben wir keinen Southern Comfort in der Bar. Und wenn man auch nur einen Moment ernsthaft darüber nachdenkt ob das Redesign einer Spirituose auch nur irgend wenn (außer die Rechnung stellende Agentur und den Designer) interessiert, geschweige denn, ob man über solchen Humbug schreiben möchte, könnte man auch selbst drauf kommen.

Nun, wie gesagt, Madame hatte Pech. Ich war viel Unterwegs und in der Regel lösche ich solche emails von Agenturen die ich nicht kenne und schon mit dem Titel „Neues Design“ anfangen, ungelesen. Spätestens bei „.. und ob Sie darüber in Ihrem Blog berichten wollen würden?“ hat Sie die Diva in mir geweckt und ich dachte mir: „Nö, im Leben nicht“ (Der Autor dieser Zeilen wird seine Zickige Äußerung gleich mit einem gegenteiligen Handeln wieder gut machen).

Dann einige Tage später - email von einer Kollegin „ Hallo Jörg, meine Kollegin XXX  hatte mir dir wegen Southern Comfort Kontakt aufgenommen (nee ..hat Sie ja nicht geschafft!). Die neue Flasche sowie unsere Pressemitteilung müssten dir bereits vorliegen.  Ich hoffe, das neue Design gefällt dir. Mich interessiert natürlich, ob du das Thema für Le Lion aufgreifen wirst. Anbei nochmals unsere Pressemitteilung und zwei Bilder. Über ein kurzes Feedback per Mail oder telefonisch würde ich mich sehr freuen.
Vielen Grüße,“ 

Ach, sind wir jetzt beim DU?  (Digger?) Und was zur Hölle heißt: „ ... Thema für Le Lion aufgreifen wirst“ ??? Soll ich Vorträge  mit meinen Gästen in der Bar halten zum Thema Redesign der Flasche? Wie kann man so ein Thema in einer Bar aufgreifen?

„Kappes, Baumann, Bornhöft:  Montag, 9.30 Uhr Personal Schulung im Le Lion: „Redesign der Southern Comfort Flasche. Anwesenheitspflicht! Ende 16.30 Uhr!

Oder hat da die Übergabe nicht so gut geklappt und, man muss das ja auch nicht so genau wissen, ist mit Le Lion vielleicht der Blog gemeint?

Kinder, Kinder, Kinder.

Jetzt ist aber auch gut. Am Ende des Tages zählt: Auch negative PR ist PR. Und darum, ab jetzt kann dieser Blog Eintrag in den Clipping Werten verwurstet werden:

„Ladies and Gentleman, halten Sie einen Moment inne und geniessen Sie in vollen Zügen, das neue Design der Southern Comfort  Flasche: Vorhang auf: Applaus!




So, genug der Gehässigkeiten. Wird jetzt wieder für ein, zwei Monate reichen. Aber wie schon an anderer Stelle möchte ich unseren Freunden aus den PR Agenturen ein Angebot machen. Im Prinzip reiner Selbstschutz. Und auf Grund des zu erwartenden Sommerloch einer „Bar ohne Fenster“ in den WM Monaten sozusagen zu Super Dumping Preis:

*WERBUNG* #on

Buchen Sie mich jetzt bis zum 15. September 2010 für Ihr DRINGEND notwendiges
Tagesseminar für PR Agenturen „in House“ - "Das „Who is Who“ der Nationalen und Internationalen Spirituosen Blog Szene und über den Umgang mit Ihnen."

1500,00 € netto pro Tag, zuzüglich Reisekosten und weiterer Auslagen.

Und ich leg noch einen drauf.

Buchen Sie das „Charles Bukoskwi PR Kanonenschlag Seminar“. Das gibt es nur einmal. First come, first serve. Wird nur mit EINER Agentur gemacht. Können Sie wieder nichts mit anfangen? Sehen sie, genau da ist Ihr Problem! Ihnen fehlt „echte“ Allgemein Bildung.

Luis Buñuel* hat einmal seine perfekt Bar beschrieben. Unter anderem wollte er auf dem Dach der Bar einen Kanone installieren und jedes mal wenn ein Gast 1000 $ vertrunken hatte, sollte die Kanone abgefeuert werden. Er hat sich unglaublich an der Vorstellung erfreut, das die ganzen Spießer die Nachts rund um die Bar schlafen vor Neid Fluchen, wenn Sie wissen, das schon wieder jemand soviel Geld vertrunken hat“ Schöne Geschichte oder?

Also, das  „Charles Bukoskwi Luis Buñuel PR Kanonenschlag Seminar“ biete ich Ihnen für 4500,- € netto,  zuzüglich Reisekosten und weiterer Auslagen an. Dies beinhaltet Zwei Tage "in House" und ein bisschen drum herum und glauben Sie mir, wir werden Sie in den Spirituosen Kreisen mit einem Kanonenschlag bekannt machen.

***EDIT - Eigentlich muss es Bunuel Semiar heißen. Herr Bukoswki erzählte in einenm Interview von dieser  Bunuel Geschichte. Die Bar sollte "Zum Kanonenschlag" heißen. Dank an Herrn Meinke, mien fassigres Hirn hier richtig sortiert zu haben. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13508093.html ***

Und ich verspreche Ihnen ich werde Ihren Email Account nicht mit Werbeemails zuschütten. Sie haben es ja auch so gelesen (gut, oder?).

Und mir fallen gleich zwei oder drei Kollegen ein, die sich, ähnlich wie die Spießer bei Luis Buñuel, grün und blau ärgern werden, das jemand diese Summe an mich gezahlt hat. Großartig, Martini dry bitte!

DEAL? ... dann, ja jetzt dürfen Sie, schicken Sie mir eine E Mail: joerg @ jrgmyr.net

*Werbung* #off


So, genug, der unverschämten Kritik und der Masslosen Selbstbeweihräucherung. Zurück zum wesentlichem.

Kapitel 3. „Bartender, wohin des Weges ?“ - Früher war nicht alles besser - wir waren nur cooler!


Olaf Wüstenhagen ist ein feiner Kerl. Nein, das mein ich jetzt ohne irgend welche Anspielungen. Polizist, mittlerweile soweit ich weiss Kommissar. Er schätzt nichts mehr als einen guten Drink in guter Atmosphäre. Ein gelungener Gast-Kontrast zu viel „Medien und Werbung“. Der Mann hat seine Interesse für gute Drinks und das Geschehen rund um die Bar kontinuierlich ausgebaut. Das Le Lion trägt eine gewisse Teilschuld. Er ist mittlerweile auf vielen „Bartender“ Events anzutreffen und gehört einer kleiner Gruppe, stetig wachsender, sich austauschender, Cocktail Connaisseure an. Mittlerweile schreibt er wie erwähnt für einen Blog Namens Bartender Labor. Rein Privat. Für mich persönlich gehört er dazu. Wozu? So einer imaginären Gruppe von Personen, die sich positive mit dem Thema Bar auseinander setzten. Olaf ist „drin“

Sein Artikel bezüglich seiner Meinung zu PR Zusendungen hatte ich bereits erwähnt. Unabhängig von seiner Kritik hat sein Eintrag mir reinstes Lesevergnügen bereit. Hatte ich aus „unserer“ Ecke schon lange nicht mehr. Beim Lesen der dazugehören Kommentare allerdings kamen mir statt Lesevergnügen ein paar andere Gedanken.

Meine Herren sind wir ein gesetzter Haufen geworden. Zu Zeiten des Bitters Blog, so würde ich die Situation einschätzen, hätte es bei einer solch charmanten Kritik Kommentar Komplimente ohne Ende gegeben. Und jetzt. Kritik am Kritiker. Und ehrlich gestanden, verstehe ich diese nicht.

Irgendwie beschleicht mir das Gefühl das wir  „Bartender“ die Kooperationen mit „der Industrie“ im Ganzen zu wichtig nehmen. Unsere kleine Schäfchen, unsere kleinen Deals, charmante Einladungen zu Reisen über die ganze Welt sind eine sehr nette Sache. Aber doch nicht wichtig.

Am Ende des Tages läuft das Spiel wie folgt. Brands sind in einer guten Bar nicht wichtig. Gäste kommen in eine Bar und wollen einen Guten Drink. Und wenn wir als Bartender und / oder Bar es geschafft haben, als Eigenmarke so Vertrauenserweckend zu sein, das die Gäste uns, die den Drink zubereiten, vertrauen, statt dem Brand in Ihrem Glas, haben wir alles richtig gemacht. Darum geht es. Wir bedienen Gäste. Die müssen wir für uns gewinnen. Jeden Abend auf ein neues. Brands sind dabei nicht wirklich wichtig. Wenn wir Ihnen in unserer Bar zuviel Platz einräumen, beschneiden wir unsere eigene Kompetenz. Und unseren eigenen Marktwert. Denn Brands brauchen Bartender, Bartender eigentlich keine  Brands. Wenn Bartender dann einen Brand „bekannt“ gemacht haben, kann der Brand auf Sie verzichten. Das geschieht auch oft genug. Dann bekommt die „Kooperation“ von Industrie und Bartender einen Schalen Geschmack. In der Regel schmeckt er dann dem Bartender nicht mehr. Es ist David gegen Goliath. Wobei wir dafür Sorge tragen sollten, das David immer gewinnt. Nichts sprich gegen eine Kooperation mit „der Industrie“. Es gibt großartige PArtner in den Häusern und tolle Ideen für Kooperationen. Nur sollte man diese Herrschaftszeiten nicht überbewerten. Wichtig sind die Menschen hinter den Brands, denen werden wir in den vielen Jahren sicherlich noch einmal über den Weg laufen (in der Regel dann für andere Brands). Und noch viel wichtiger sind unsere Gäste. Der Rest ist egal. Wir sollten aufpassen, das wir unseren Fokus nicht aus den Augen verlieren.

Herr Wüstenhagen war weder unverschämt noch sonst irgendwas. Er hat höflich Kritik hervorgebracht. Und das sollten wir (in dieser Form) öfters tun.

Wichtig sind Bartender, Bars, Gäste, Getränke. Und unsere Leidenschaft für alle vier Punkte. Und ganz wichtig, den SPAß und die Freude hieran nicht vergessen.  Der Rest ist nettes Beiwerk, oft aufgeblähter Mumpitz, aber eben alles andere als wirklich wichtig.

Büro Süd, übernehmen Sie!

Ach nein, das war einmal...




P.S. Social Media #Edit:



Hiermit überschreibe Ich, Stefan Ketterer, stolzer Bartender aus Berlin, sämtliche Besitztümer, (u.a. ca. 10 nicht allzu wertvoller Barbücher, inkl. des Master Destiller signierten JIM BEAM „Harry Johnson “Reprints“, und einen alten Jigger) an Jörg Meyer, Hamburg. 


Berlin, den  8.10.2010


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Stefan Ketterer 

07.06.2010

Best Buy - TOP FIVE - Malt „Madness“. Herr Meyer möchte Ihre Malt Meinung wissen...

Heute habe ich vier Flaschen einer Sonderabfüllung eines „Großen Players“ für ein Magazin „getestet“. Flaschenpreis von 200,00 € bis über 300,00 €, teilweise nur 12 Jahre gealtert. Alles trinkbar, aber, ehrlich gestanden: weit, weit überteuert.

Nicht weiter Schlimm. Vielleicht findet diese rare Edition seine Käufer - ich bin es nicht. Doch irgendwie scheint mir dieses Marketing Tool des Malt Business gnadenlos abgenutzt. Die X-te Sonderabfüllung. Limitiert. Am besten nur „Freunde des Hauses“ oder andere Limitierungen. Andere Golbale Player spielen dieses „Verknappung“ Spiel bis zum Excess.  Für mich persönlich bis an die Grenze des Erträglichen ausgereizt. Und so langsam kann ich es nicht mehr hören.

Nun ist der Anspruch einer Bar in meinen Augen ein anderer als der eines Whisky Liebhabers, Sammlers etc. Insbesondere wenn man eine kleine Auswahl anbieten möchte. Was  mich interessiert ist: Vielleicht eher unbekannte Destille / unbekannter Abfüller. Geschmacklich interessantes, eventuelle polarisierendes Profil. Hohes „Value for Money“ und, ja, ganz wichtig: Mixbarbeit!

Malt sollte gemixt werden. Daher, mit welchem Malt wird ein typischer Scotch Drink außergewöhnlich?

Was mich nun interessieren würde: Wie wäre Ihre TOP 5 Liste. Wenn Sie nur 5 Malts in Ihrer (Home) Bar haben dürften?  Bestes Value for Money. Welchen Drinks würden den gewählten Malt außergewöhnlich machen? Ich finde z.B. immer wieder großartige Tropfen bei John Glasers Abfüllungen. Spice Tree oder Peat Monster sind zwei die in meinen Augen alle Kriterien erfüllen (Spice Tree = Padovani | Peat Monster = gepeatete Blood and Sand Version)

Die Empfehlungen sollten unter 50 € kosten und in Deutschland erhältlich sein.

Freue mich auf Empfehlungen. Also, Ihre Top 5?