30.12.2009

THE BITTER TRUTH ENTERS U.S. MARKET

Today I received a press release from The Bitter Truth - Well Done Stephan and Alexander!

"Germany’s Spirit of the Year Producer Brings Bitters Portfolio to the USA

New York, NY (December 30, 2009) – The Bitter Truth, a brand of cocktail bitters and flavorings, has partnered with Domaine Select Wine Estates’ (www.domaineselect.com) Classic and Vintage Artisanal Spirits Portfolio to bring their award-winning products to the United States. The first shipment will arrive stateside in mid-January 2010.

Founded in 2006, by mixologists Stephan Berg and Alexander Hauck, The Bitter Truth offers bartenders a broad range of cocktail seasonings and flavors. The products that will be available in the U.S. include the award winning Celery Bitters, Old Time Aromatic Bitters, Orange Bitters, Lemon Bitters, as well as the Bittermens Xocolatl Mole and Grapefruit Bitters. All bitters are priced at $15.95 for a 200 ml bottle. A coveted item by bartenders around the world, The Bitter Truth Bitters can now be purchased nationwide.

“It will be nice to have easy access to these products after searching far and wide with limited availability in the US” commented mixologist H. Joseph Ehrmann, Proprietor of San Francisco’s Elixir. “The quality of their bitters is superior to many products on the market today and more consistent than homemade.”

“Improving the world one cocktail at a time has a new ally in the arrival of the Bitter Truth Bitters in the US. This expansion of commercial, artisanal bitters is long overdue. Thank you!” Brian Miller, Death & Company, New York City

Originally used as a pharmaceutical elixir, bitters were one of the main ingredients in the earliest cocktail recipes. With the resurgence of classic cocktail culture and growth of contemporary mixology, The Bitter Truth’s products have found great favor amongst the best bartenders in the world. The Bitter Truth line of products helps bring complexity to cocktails and are intended to be another tool for bartenders and mixologists to create unique, creative and innovative cocktails.

“Bringing the bitters to America has been our dream,” says Stephan Berg, co-founder of The Bitter Truth, “but finding the right importing and distribution partner has been our greatest challenge. The Classic and Vintage Artisanal Spirits Portfolio has the background in specialty spirits and nation-wide reach that we need in order to make this a success.”

About The Bitter Truth Bitters:

Celery Bitters: The first celery bitters to be commercially produced in decades. This 19th century cocktail ingredient enriches cocktails with unusual flavors.

Lemon Bitters: Gives the liveliness of fresh lemons to every cocktail. Bitter to the taste, this formulation also has notes of coriander seeds and cardamom in the background.

Aromatic Bitters: Classically bitter and tangy. Combining the aromatics of cinnamon, cardamom, anise and cloves, it reminds one of gingerbread.

Orange Bitters: The aroma of bitter orange peel is in the foreground, complimented by the spicy flavors of cardamom, caraway and nutmeg.

Bittermens Grapefruit Bitters: Grapefruit meets with hops to create a fresh, bright citrus note. Best friends with gin and tequila, this bitter plays nicely with fizzy and fruity drinks as well.

Bittermens Xocolatl Mole Bitters: Deep chocolate notes are supported by classic bitter flavors and accented with a hint of spice. Plays perfectly with most dark spirits, rums and tequilas.

The initial U.S. launch will be in 16 states including: California, Massachusetts, New York, New Jersey, Florida, Nevada, Illinois, North Carolina, Texas, Tennessee, Washington, Oregon, Maryland, Washington DC, Louisiana and Colorado.

Media Contact: Debbie Rizzo, DRink PR, debbie@drinkpr.com +1 (617)-233-8024

For additional information please visit
www.the-bitter-truth.com and www.domaineselect.com"

Pioneers of Mixing at Elite Bars: 1903-1933




Vor ca. vier oder fünf Jahren habe ich Jared Brown kennengelernt. Er hat mir einige Scans von einem Buch "zukommen" lassen, das er in einer Bilbiothek auf Mikrofilm gefunden hat. Das Original Buch gab es nicht mehr, nur noch diese Mikrofilme. Es war ein Buch "rein über Gin". Und wir fanden in Ihm die erste Version des Cosmopolitain Cocktails, eine Daisy Variante.
Mit der Zeit fand Jared heraus, das die Herausgeber des Gin Buchs, die American Traveling Mixologists, noch mehr Bücher zu weiteren Spirituosen veröffentlich haben. Jared und Anistacia machten sich daran, und sammelten jahrelang die fehlenden Teile dieses Puzzles zusammen.

Das Ergebniss haben Sie mir einige Tage vor dem BCB präsentiert: Pioneers of Mixing at Elite Bars - by Mixellany.

Ich finde es  ist ein fantastisches Buch! Gut, man könnte den Eindruck gewinnen, ich sollte dieses Buch ein wenig pushen: Zum einem hat es mich, ungelogen, zum Namen "Traveling Mixologists" (Übrigens im amerikanischen mit EINEM L geschrieben) gebracht, zum anderen habe ich noch einige Exemplare im "Keller" liegen, die ich hier gleich unverhohlen an den Mann bringen werde.

Aber, unabhängig von diesen niederen Beweggründen, ein ganz klare Kaufempfehlung von mir. Das Buch bereitet mir großes Lesevergnügen. Sicherlich kein Buch für den Anfänger. Etwas Erfahrung sei Empfohlen, um die Vielzahl von Rezpten, von denen auch nicht alle gelungen sind, "richtig" lesen zu können.

Aber die Vielfahlt der verwendeten Spirituosen und die Art und Weise wie diese gemixt werden, finde ich beeindruckend. Im Kapitel über Scotch werden bei vielen Rezepten alle weiteren Zutaten lediglich als Dashes hinzugefügt. Großartig! Soviel Mixverständniss in diesen dunklen Zeiten.

Man mag sich fragen, welches Potential diese kleine Gruppe von Bartendern mit der heutigen Vielfalt entfaltet hätte. Ich finde, das Buch ist eine echte Bereicherung für eine gut sortierte Bartender/Fly Bibliothek. Daher mein niederes Anliegen: Ich will es Ihnen verkaufen. Ich hab nämlich noch fast drei Dutzend Expemplare vom der Traveling Mixologists Veranstaltung in der Admirals Bar in Berlin, am Vorabend des BCB 2009.

Diese möchte ich dem geneigten Leser anbieten. 22,00 € zuzüglich eventueller Versandkosten oder bei Vorbestellung abzuholen im Löwen. Sie haben die Wahl. Einige Exemplare haben den Unikaten Stempel der TM's at Adimrals Bar  in sich. Andere hingegen sind ungestempelt.

Also, bei Interesse bitte Email an mich.

15.12.2009

Warum ich auch 2010 die BARZONE nicht besuchen werden


In der aktuellen Fizzz wird ein wenig Werbung für die kommende Barzone in Berlin 2010 gemacht. Das ist völlig in Ordnung. Schließlich ist barzone powered bei Fizzz. Kommt beides aus dem gleichen Haus, dem Meininger Verlag. In der aktuellen barzone Vorberichterstattung  gibt es unter anderem ein Interview mit Zlata Seidel „Barzone Management“. 



Beim lesen des Textes musste ich ein wenig schmunzeln. Unter anderem ist dort zu lesen:

 „Wie unterscheidet sich die barzone von anderen Branchenveranstaltungen? Zlata Seidel: Auch wenn andere gerne den Vergleich mit uns suchen: die barzone hat sich als Vorreiter positioniert, der die übrigen Veranstaltungen der Branche entscheiden prägt. Das gastronomische Know-how, das im Rahmen der barzone vermittelt wird, ist einzigartig und nirgendwo sonst kann sich der Besucher so geballt und umfassend über die aktuellen Trends und Management Tools informieren. ...Natürlich gibt es Nachahmer ...“ bla bla bla

„Hossa die Waldfee“ schießt es da einem durch den Kopf - hat da jemand zuviel Energy Drinks getrunken? Man versucht sich ja irgendwie diesen Realitätsverlust zu erklären. Ich meine ich und die barzone waren schon zu Beginn keine Freunde. Vor der ersten barzone stand ein ähnliches Problem im Raum. Man positionierte sich als Bartender nahe Messe, als Innovation, mit den besten Kontakten zur Barszene. Und schon damals dachte (und schrieb ich glaube ich auch) : Wer hat es erfunden? Barzone auf jeden Fall nicht. Das Format gab es schon, wurde in Deutschland gut sieben Monate vorher zum ersten mal vom Mixology Magazin als barconvent in Berlin durchgeführt. Die Glanzleistung der barzone bestand seiner Zeit darin Konzept und sogar Location (!) zu kopieren und als neu auszugeben. Nicht weiter verwerflich - aber schlechter Stil. Und von Bartender Nahen Kontakten, gar zur Bartender Szene konnte da keine Rede sein. Hoch in Ihrem Szene gastronomischen Elfenbeinturm sass das Fizzz Magazin und kannte so ziemlich keinen aktuellen Namen in der Barbranche. Auch das nicht weiter schlimm. Man versucht sich ja auch zu bessern. Nur sich dann hinzustellen und als Bartenders Best Buddy auszugeben, schrie nach Kritik.

Nun, zwei Jahre zogen ins Land. Es gab bereits den dritten Barconvent und auch die zweite barzone und irgendwie hatte sich eine vermeintlich harmonische Koexistenz ergeben. Nicht das ich deswegen zur barzone gefahren wäre. Ich finde es nach wie vor eine Zweitveranstaltung zum Barconvent. Aber o.k. Soll jeder machen was er will. Und außerdem, sind mittlerweile von mir geschätzte Kollegen als Referent auf der barzone und haben dort „Ihre Bühne“ gefunden. Also Kritik zurück fahren. Man will ja keinen geschätzten Kollegen indirekt kritisieren. Macht man nicht, wäre ja schlechter Stil. Das überlassen wir ja denen, die das besonders gut können.

Aber dann dieser Text in der aktuellen Fizzz . Wow. Frau Seidel, entschuldigen Sie, ich finde schlechter Stil. Vielleicht regt sich da so ein bisschen hanseatisches „Understatement“ in mir - aber so etwas macht man doch nicht. Man nutzt nicht die eigene Plattform um sie selbst als so innovative in den Himmel zu heben. Können andere machen. Wird wahrscheinlich keiner, aber das ist ein anderes Problem.

Wer sucht den Bitte den Vergleich mit der barzone? Hand aufs Herz. Es gibt neuerdings genau zwei Messen, die so ein wenig mit Ihrer in einer Ecke stehen. Der barconvent und die erstmals im Frühjahr stattfindende Barkultour in Stuttgart. Die Barkultour ist ein sehr gewagter Versuche einer regionalen Barmesse im Süddeutschen Raum. Und hat überhaupt nicht im Geringsten die Idee  sich mit dieser barzone zu vergleichen. Und der barconvent? Warum sollte er. Ist ja Qualitätsgarant. Braucht den internationalen Vergleich nicht scheuen. Und vergleicht sich sicherlich nicht mit der barzone. Hat übrigens auch die Klasse einzugestehen, das Sie dieses Konzept nicht erfunden haben (Auch wenn Sie das Konzept nach Deutschland gebracht haben - und nicht die barzone!). Sonder das es aus London, Amsterdam und Co. kommt. Also Internationales High End Level beim barconvent. War doch auch Ihr Eindruck beim Besuch im Oktober, oder?

Oder reden Sie von der Internorga. Sind gar Sie der Meinung die barzone würde die Internorga entscheidend prägen? Ich weiss nämlich nicht, wen Ihr Messlein in Berlin da sonst prägen sollte? Sie ziehen da mittlerweile ein Ding durch, was sein Publikum gefunden hat. Perfekt! Aber prägend Innovative? So mit Ansage?  Würde ich nicht unterschreiben. Und eines noch: beim Barconvent, beim der Cocktail & Spirits in Paris, der Venuez in Amsterdam, der BAR  in London etc kann sich der geneigte Besucher durchaus umfassend über die aktuellen Trends und Management Tools informieren.Vielleicht sogar besser als auf der barzone. Aber man will ja nicht den guten Ton verlieren. Belassen wir es dabei. Mindestens ebenbürtig.

Die barzone hat Ihr Publikum gefunden. Ist wie gesagt: toll. Ein bisschen Brauerei, ein bisschen Energy Drink und noch ein paar TK Barsnacks aus der Fritteuse. Ist doch o.k. Muss ja nicht immer Barkultur in Reinstform sein. Völlig in Ordnung. Was allerdings dieses anmassende „Wir sind die wichtigste Messe der Branche soll“ hab ich nicht verstanden.

13.12.2009

Tastings - Die Cocktail Conaisseure starten durch...

Das Cocktail und Dreams Forum ist ein Offenes Netzwerk von Cocktail Conaisseuren.  Gehostet wird das ganze auf einer mittlerweile ziemlich veralteten Plattform, die von dem Onlineshop Barfish kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Früher, manchmal vielleicht auch etwas von oben herab, wurde die Mitglieder dieses Forums von Bartender oft "Hobby Mixer" genannt. Die Zugriffszahlen und die der registrierten Mitglieder beläuft sich, wenn ich richtig gelesen haben, im fünfstelligen Bereich. Die Zahl der Nur Leser ist unglaublich hoch. Im Verhältnis dazu sind nur einige wenige User dort aktive. Die Meinungsbildung, die von dieser Plattform ausgeht  ist meiner Einschätzung nach enorm. Erste Firmen haben dies erkannt und stellen, wie z.B. die Firma Mozart, über Kontakte zum Forum gezielt Mitgliedern Flaschen Ihrer Produkte zum Testen zur Verfügung. Sehr clever - wie ich finde!  Seit langem wird eine Neuerung der Plattform von aktiven Mitgliedern und den Inhabern der Firma Barfish in Erwägung gezogen und auch angekündigt. Man darf gespannt sein, ob dies problemlos gelingen wird. Die Versuchung diese enormen Zugriffszahlen nicht verständlicher Weise direkter zu monetisieren, muss groß sein.

Ein großes Thema in Kreise der privaten Getränke Liebhaber sind Tastings. In der Vergangenheit haben sich einzelne im C&D Forum, sozusagen aus dem Kreise der Aktiven, zu Themen hervorgetan und beispiels weise Tequila oder Rye Whisky Tastings organisiert. Auch Cachaca wurde dort vor kurzem verkostet. Zwei Dinge daran machen den besonderen Reiz aus. Man bekommt in der Regel 4 cl Samples und muss keine ganzen Flasche kaufen. Spart sich also häufige Fehlkäufe. Zum anderen liegt der Reiz darin das "Blind" Verkostet wird, also kein Marketing Budget der Welt Einfluss auf die Ergebnisse hat. Ich persönliches finde die Idee schön, das in der Regel ein "faules" Ei unters Tasting geschoben wird. Z.B. bei Cachca ein Rum etc. Das holt den einen oder anderen selbsternannten Profi vielleicht doch schon mal vom Hohen Pferd herunter. Die Ergebnisse werden anschließen Öffentlich gemacht. Die meisten Teilnehmer geben Ihre Teilnehmer Nummer bekannt und das ganze wird besprochen. Da fallen immer wieder hoch gelobte Qualitäten unten durch, echte Underdogs kommen ans Licht.

Die Idee ist ausbaufähig und es gibt zu Mindest einen Onlineshop, der einen Teil der angebotenen Spirituosen als 4 cl Samples zum Testen anbietet. Ein guter Service, der Schule machen sollte, finde ich.

Vor einiger Zeit hat sich ein mir bis dato eher unbekanntes Mitglied des Forum hervorgetan, ein Likör Tasting anzubieten. Er hat mich persönlich angeschrieben, und ich fand die Idee gut und sein Engagement ebenso und habe gerne zugesagt.

Was daraus geworden ist, lässt mich etwas verwundert kopfschütteln aber findet, wenn es denn klappt, meine äußerste Beachtung. Der Mann verkostet nicht ein paar Liköre, sonder ein paar hundert. Thematisch eingeteilt konnte man sich aussuchen, was immer man schon einmal probieren wollte. Ob Kirsch, Ingwer, Falernum etc. Die Auswahl ist riesig. Der Mann füllt nun 4500 ( ! ) 4 cl Flaschen ab, etikettiert diese, Versendet diese an dutzende Personen. Ein unglaubliches Engagement. Hinzu kommt, das er auch finanzielle einige tausend Euro in Vorleistung gegangen ist. Ich hoffe, er bleibt da auf nichts sitzen.


Riesiges Likör Tasting - Link --- zur Organisation

Warum ich Ihnen das hier alles schreibe? Ganz einfach. Ich hatte heute in Incoming Link von http://tastings-blog.de . Derzeit wohl noch in der Testphase - lässt es aber eines erkennen: Tim Reuber geht das ganze recht professionell an. Die Conaisseure starten durch. 


Und wenn man über die Tasting Idee nachdenkt, ist damit glaube ich sogar ein Business zu bestreiten.
Sowohl in dem Verkauf des Tastings als auch in direkter und indirekter Werbung durch Industriepartner, bzw. kostenloser Sponsorware, liegt bei entsprechender Beachtung denke ich durchaus Potentialle. Hinzu kommt, die Dienstleistung als solches darüber hinaus für neue Produkte angenehm teuer zu verkaufen. Man wird sehen, ob sich in naher Zukunft jemand auf diesem Feld in Deutschland gewerblich positionieren wird. Das Problem wird sicherlich die "Gemeinde" sein. Beim C&D Forum ist sie langsam gewachsen. Seit ca. 4 Jahren lese ich dort mit und mittlerweile ist das ganze  recht "hochwertig" geworden. Solch eine gewachsene Gemeinschaft läßt sich nicht einfach auf die Beine stellen. Aber in der Regel bei Kommerzialisierung recht schnell zerstören.



Ich bin gespannt, wie sich die private Cocktail Conaisseure Gemeinde weiter entwickelt. Sie ist auf jeden Fall der interessanteste und größte "Werbe" Markt für Premium Spirituosen. Wer mal in den "zuletzt" gekaufte Flaschen Thread einen Blick wirft, stellt fest das dort nicht wenige Mitglieder regelmässig dreistellige Beträge für hochwertige Spirituosen ausgeben. Und jetzt, wo private Cocktail Conaisseure in Teilen schon publiziert und öffentlich werden ( z.b. Blogs)  werden Sie als "Werbepartner" , so denke ich, über kurz oder lang für die Industrie eventuelle interessanter als Bartender sein. 


Man darf gespannt sein, wie sich diese "private" Szene weiter entwickelt. Für "Premium Bars" sind Sie meiner Meinung nach auf jeden Fall von Interesse. Sicherlich nicht uneingeschränkt, dennoch ist es denke ich ein Fehler als gute Bar diesen "Kreis" nicht zu beachten.

10.12.2009

Schulungen über Cognac

Heute erreichte mich eine email vom Cognac Büro. Die Idee finde ich gut. Es werden verschiedene Schulungs Formate angeboten (VS, VSOP und XO ). Hotels und anderen Großbetrieben, aber auch vielen kleinen Bars wird somit ein, so finde ich, schnelles und kompaktes Handwerkszeug zur Hand gegen. Ich hatte noch keine Zeit mir die Lehrgänge genauer anszuschauen, finde die Idee aber großartig. Würde mich über Meinungen freuen. Gibt es eigentlich ein GIn Büro? Ernsthaft, ich finde die Idee einer Markenübergreifenden Kategorieschulung gut. Mögen Gin,Rum, Whisky und co. nachziehen...

 
Meldung vom 10.12.2009

 
www.conference.cognac.fr : Das BNIC Cognac bringt nun seine interaktive Enzyklopädie online heraus.

 Ausbilden, Informieren, Schulen. Die konzipierte Website www.conference.cognac.fr wendet sich sowohl an Fachleute als auch an Liebhaber.

Die dreisprachige Internetseite (deutsch, englisch, französisch) dient als Enzyklopädie und Unterstützung bei Konferenzen.

Sie bietet drei handfertige modulierbare Präsentationseinheiten an. (Anfänger, Fortgeschrittene, Experten).

 Diese Art der interaktiven Präsentation ermöglicht Vorträge über Cognac und unterstützt die Beiträge durch Texte, die jedem Niveau angepasst sind.

Eine zusätzliche Mediathek (Fotos, Videos, Animationen) ermöglicht die persönliche Gestaltung.

Erste echte interaktive Enzyklopädie auf pädagogische Art, eine unverzichtbare Hilfe für die Entdeckung des Cognac, der französische Lebensart symbolisiert und zu mehr als 95 % weltweit exportiert wird.

 Mit freundlichen Grüßen

 
Cognac-Büro 

Posted via email from Joerg Meyer

08.12.2009

Die Tanqueray Gilde | Der TEN Table. Heute: Mein Austritt.


Man könnte den Eindruck gewinnen, ich bin gerade in Austritt-Laune. Keine Angst, bin ich nicht. Auch ist dieser Austritt nicht "politisch" gefärbt oder eine große Tat aus Überzeugung für die Sache. Da möchte ich alle Spekulationen vorab unterbinden. Der Grund dafür ist ein ganz anderer: fehlende Zeit!



Vielleicht, kurz zur Erklärung, falls es noch nicht alle Leser wissen. Die Tanqueray Gilde ist eine "Organisation" ins Leben gerufen von Tanqueray Marken Eigner DIAGEO. International nennt Sie sich Tanqueray Guild. In Deutschland fing Sie unter dem Namen "TEN Table" an.

Die Idee ist fantastisch. Zehn, später sogar mehr, Bartender aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden ca. alle zwei Monate von DIAGEO in eine Stadt eines der Mitglieder eingeladen. Dieses Mitglied stellt an diesem Abend seine Bar, seine Stadt und seine Bar Szene vor. Eine großartige und großzügige Art und Weise Land und Leute der GSA Bar Szene besser kennen zu lernen. Großzügig, das möchte ich hier zum Dank unterstreichen, denn DIAGEO hat sich bei diesen Zusammenkünften als perfekter Gastgeber gezeigt.

Und dennoch habe ich heute Entschieden, diesem in Bartender Kreisen mittlerweile beachtetem Zirkel auszutreten. Warum? Weil ich wieder mal ein geplantes Treffen in Berlin zeitlich nicht schaffen werde. Damit wär ich dann glaube ich bei drei nicht wahrgenommenen Treffen auf sechs Veranstaltungen. Und Hand aufs Herz, das macht wenig Sinn. Das nächste Jahr, das ist bereits abzusehen, wird von einem, oder zwei neuen Projekten in Anspruch genommen und die Zeit wird damit ganz sicher noch geringer.

Da finde ich es sinnvoller und ehrlicher, statt als Karteileiche in den Büchern des Ten Tables geführt zu werden, mit einen großen, aufrichtigem "Danke Schön" an die sehr geschätzten Ten Table Kollegen und das Haus DIAGEO, den Platz zu räumen, für jemanden neuen.

Also, spätestens bei jedem TEN Martini bin ich in Gedanken bei Euch. Ich freue mich, von Euren nächsten Abenteuern zu lesen. Wir werden uns schon noch einige male über den Weg laufen. Die Welt ist klein geworden.

Link: TEN TABLE BLOG
http://www.mixology.eu/de/ten-table-blog

Warum ich keinen Absinth trinke, man Ihn mir trotzdem verkaufen kann. Und was zur Hölle ist GOMME Syrup?


Absinth ist nicht meine Welt. Wird es auch nicht werden. Pur ist er für mich nicht zu trinken. Außerdem haben die letzten 10 Jahre Absinth in Deutschland nicht gerade für ein Genießer Image gesorgt.
Großraum Discotheken Absinth Trinker:  "Knallt voll - da ist sonne extra Droge drin ..." . Dies und ähnliches "Proleten Trink Konsum Verhalten" waren seinerzeit die Begleiterscheinung für Absinth Trinker (Heute dann "Energie Vodka,  Alter!")
Absinth Szene am anderen Ende des Spektrums  dazu zum vollen Kontrast: Ultra Nische aus Geeks und Freaks. Ich befürchte, und das ist als Kompliment zu verstehen, Markus Lion kommt aus jener Seite des Spektrums.
Eigentlich hätten Markus Lion und ich uns nichts unbedingt kennenlernen müssen. Gewisses Durchhaltevermögen zahlt sich aus . Herr Lion schickte mir eine Email, sehr freundlich aber im Moment bekomme ich eine Menge davon.  "Ich bin am ... in Hamburg und würde mich freuen Ihnen einmal ein paar Produkte vorstellen zu dürfen.". Da ich wie gesagt mich eigentlich nicht für Absinth interessiere, habe ich dankend abgelehnt:
"Sehr geehrter Herr Lion,
vielen Dank für Ihre Email. Ich selber bin am *****. leider in *** und komme erst gegen Abend wieder nach Hamburg. Eine Produktvorstellung während unserer Öffnungszeiten ist in der Bar leider nicht möglich. Derzeit beabsichtigen wir Aufgrund zu geringer Nachfrage keine Erweiterung unseres Absinth Angebotes. Wenn Sie für eine Besuch unserer Bar am ***** hingegen eine Reservierung als Gast vornehmen möchten, nennen Sie uns doch bitte noch die Uhrzeit und die Anzahl der Personen"
In der Regel ist dann Ruhe. Herr Lion allerdings fand es auch o.k. und hat für sich und seine Begleitung einen Platz einfach nur zum Trinken reserviert. Und irgendwie kam es dann doch so, das er einige Tage länger in der Stadt war und wir uns dann doch am Nachmittag auf einen Kaffee trafen. Gut so! Wie könnte ich einem Mann mit so einem Nachnamen auch absagen? Natürlich hat er  eine Flasche Absinth mitgebracht, natürlich haben wir diesen probiert und natürlich war er besser, als die Absinths vieler "Großer" Häuser.
Duplais Verte war das Mittel der Wahl. Empfehlung meiner Seits ,auf ganzer Seite. Und um eine klar zu stellen: Nur weil ich keinen Absinth mag, heißt es noch lange nicht, das wir keinen im Sortiment führen. Ich finde Absinth als "Gewürz"  im Cocktail sehr gelungen, nur nicht überdosieren bitte. Ein Sazerac ohne Absinth wäre  für mich auch  ein  eingeschränktes Trinkvergnügen.  Umso wichtiger, das diese Zutat, ob der kleinen Menge, von bester Qualität sein sollte. Ein Glas Duplais mit einem kleinen Anteil Wasser neben einem industriellen Mitbewerber lässt selbst eine ungeübte Nase relative schnell erkennen:  In dem einen Glas "natürliche" frische Aromen, im anderen eher plump und künstlich.
Und wenn man dann mehr als eine Stunde Kaffee mit Herr Lion trinkt, wird einem eines klar. Der Mann macht das aus Leidenschaft. Hat ein extrem hohes Qualitätsverständnis und ist einer der treibenden Motoren für Qualitäts Absinth in GSA. (Kann der keinen Gin oder Rum verkaufen?).
Und ganz nebenbei bringt er dieser gelebte Leidenschaft auch noch sehr sympathisch rüber. Zusammen mit Oliver Matter hat er Duplais kreiert - und lässt diesen in der Brennerei Matter-Luginbühl aus Kallnach produzieren. Sie haben damit ziemlich viele Preise gewonnen. Zu recht, scheint mir. Und irgendwann kam ein "Stammkunde" aus dem Online Shop auf Ihn zu. Kein geringer als Marilyn Manson. Freund Manson war auch der Grund warum es den Absinth Löwen überhaupt erst in die Hansestadt verschlagen hat. Konzert Besuch. Für Marilyn Manon produziert das Duo einen eigenen Absinth: Mansinthe. Goldmedaille San Francisco.
Alles im allem: Absinth, als Gewürz der Bar, ist ein Augenmerk wert. Weg von Industriellem Massengut, hin zu kleinen Qualitätsherstellern. Markus Lion scheint mir derweil einer der kompetentesten Personen für hochwertigen Absinth in deutsch sprachigen Raum zu sein. Sein Online Shop ebenfalls eine Garant für guten Absinth. Und Vorsicht. Mit hochwertigem Absinth ändern sich einige Rezepturen. Man braucht ob der intensiven, natürlichen Aromen oft noch weniger Absinth als vorher.
Für Gastronomen gibt es, soweit ich es gesehen habe, eine gesonderte Preisliste. Und als ich diese durchblätterte, fiel mir "GOMME SIRUP" auf. Dort Stand "Orangenblüten Sirup". Herr Lion schickte mir eine Flasche und das Produkt kann durchaus überzeugen. Fantastische Nase, natürliches Aroma -- Romas Gin Fizz mit diesem Gomme statt Zucker und Blüten Wasser schießt es mir durch den Kopf. Dennoch bin ich verwirrt. Vor einigen Tagen nun, lass ich von Jörg auf Drinkmix.de ähnliches . Giffard jetzt mit GOMME SIRUP - Orangenblüttensirup im Programm
Hä? Aber ich habe immer noch Flaschen im Keller die zeigen Gomme Sirup von Giffard als "Gummi Arabica" Style Zucker? Hab ich da nun was falsch? Oder was verpasst? Bei Giffard ist es soweit ich lesen konnte auch Orangenblütensirup mit Gummi Arabica ? Kann es mir jemand erklären...?
Zu guter letzt: Wo wir schon beim Thema Absinth sind. Taifun und Goncalo haben Ihre Admiralsbar im Admiralspalast Berlin eröffnet. Schwerpunkt Absinth. Ich befürchte, ich muss noch mehr davon trinken.

Barmeister noch Zeitgemäß?

Eigentlich wollte ich bei Helmut Diskussion mal die Füße still halten. Nun denn, hat nicht geklappt.
Anonymer Barmeister vs Joerg Meyer: "Ring frei für die erste Runde"

Why I do not like BEEFEATER 24 Gin


Let's face it: I do not like Beefeater 24. Don't get me wrong. I like Beefeater. Best high class 47% London Dry Gin - "Value for money" - possible in Germany at the moment.  Currently one of the pouring Gins in Le Lion. But 24? O.k. from the technical Side of view, it's not a bad gin. Citrus, Tea, "new botanicals" - Super Premium Gin by Beefeater. When you see the victorian design of the bottle, you might smell some cucumbers ... but no, thats a different story.

So, at the end, it's not about the taste of the gin. I do not like 24 because we should blame this new design gin for killing an old bartenders friend. Yes, believe me or not, this guy is a killer (not taste wise). He is guilty - from my point of view! Yes, I'am kiddinga little bit - But someone has to be guilty

One  of the best gins in the world, one of my favorite "Wich 10 Gins should be behind your Bar?“ List, is not any longer produced. I heard about it, already a few month ago. But now I tried a few place to buy a few new bottles... everywhere : SOLD OUT! Or already big price rising.

I didn't expect to say farewell so quick.

Bartenders and Connaisseurs from all over the World. Say Good Bye, to our Friend: Crown Juwel.

And try to find the last bottles. Thanks to the Marketing. One Last Word: "I don't prefere tea in my Gin ...I want CROWN JEWEL!"

Last Word Cocktail
2 cl Beefeater Crown Jewel
2 cl Chartreuse Green
2 cl Luxardo Maraschino
2 cl fresh lime juice

shake, strain, enjoy!

07.12.2009

Update: DBU Austritt

Zwei Dinge möchte ich noch kurz zu meiner Kündigung bei der DBU sagen

    • Drinks Abonnement: Wenn ich das richtig verstanden habe, so zu sagen "Ohne Gewähr", entstehen der DBU keine Kosten durch das Drinks Abo. Die Medienbotschaft liefert Frei Exemplare an den Verein. Weiteres Einzelheiten sind mir nicht bekannt, wer mehr dazu weiss, möge es uns hier wissen lassen. 
     
    • Ich habe eine Bestätigung meiner Kündigung erhalten. Freundlicher Weise wurde mir mitgeteilt, das meine Kündigung trotz anders lauternder Satzung bereits zum Ende diesen Jahres anerkannt wird, nicht erst Dezember 2010. Unabhängig von dem gesparten Betrag, finde ich dies eine noble Geste. Also, dank an die DBU Geschäftsleitung.

    05.12.2009

    Update: Redbreast 15 Years - Eile tut Not!

    Sie erinnern Sich: Redbreast 15 Years.  Verschwindet vom Markt . IDL - Irish Destillers Limited by Pernod Ricard entscheidet sich den 2005 auf den Markt gebrachten 15 Years Redbreast nach wenigen Jahren wieder vom Markt zu nehmen. Im Jahre 2005 kostet eine Flasche Redbreast 15 Years ca. 49,50 €.  IDL destilliert folgende Irish Whisky in der gleichen Destille: Jameson, Paddy, Powers, Middleton very Rare, Redbreast. Unbestätigten Gerüchten zufolge entscheidet man sich im Hause IDL zu Gunsten des "Neuen" Jameson 18 Years die 15 Years Redbreast Fäßer zu "opfern". Man platziert den 18 Jahre alten Jameson für 70,00 bis 80,00 € im Markt und erhofft sich einen besseren, weil bekanntere Marke als Redbreast Absatz nunmehr im Premium Segment. Es kommt wie es kommen musste. Die Whisky Freaks entdecken den 15 Years Redbreast für sich. Einige sehr bekannte Stimmen nennen Ihn sogar einen der besten Whiskys der Welt. Jameson 18 Years wird bei weitem nicht so gelobt wie der Redbreast 15 Years  - Gruß ans Marketing!. Die Nachricht  "15 Years Redbreast wird nicht mehr hergestellt" erreicht die Kenner. Langsam aber stetig steigen die Preise für den jetzt raren 15 Jährigen. Warum? Weil er es wert ist. Ende 2008 liegen die Preise je nach Händler bei bis zu 120,00 €. Ich kaufte noch gut 20 Flaschen für die Bar. Einige für 60,00 Euro, viele für gut 70,00 € wenige für knapp 100,00 €.

    Nach der Frankfurter Whiskymesse erreichte mich eine weitere Nachricht. Redbreast 15 Years ist wieder in Deutschland erhältlich. Nur in Deutschland? Wenn man sich in internationalen Foren umschaut, scheint dies so zu sein (Und der eine oder andere Ire scheint IDL seit dem nicht mehr zu mögen...)  Händler, die etwas auf sich halten, listen diesen Redbreast 15 Years jetzt als "bottled 2005" ein. Warum ? Weil es die letzte Charge vom legendären "weltbesten Whisky" ist. Woher diese letzten wenigen Flaschen kommen, wird spekuliert. Bei thewishkytrader.de fand man vor kurzem noch folgende Passage:

    "Besonderheit: non chill-filtered This is a fifteen year old expression of Redbreast, un-chillfiltered and bottled at 46%. Eine reichhaltigere, größere Version des 12 jährigen, aber mit mehr Finesse und Verfeinerung.

    Warum gibt es ihn wieder? Ganz einfach. Es standen bei Irish Distillers noch einige Paletten für die USA. Diese wurden nie abgerufen. Als unsere amerikanischen Freunde mitbekommen haben, wie gut und begehrt der 15 jährige Redbreast ist, wollten sie die Ware dann doch haben.
    Und siehe da, es stellte sich heraus, daß es sich um 0,7 ltr. Flaschen handelt, welche in den USA nicht verkauft werden dürfen. Gut für uns.
    Der Kompromiß: Eine Abfüllung für die USA in 0,75 ltr. Flaschen. Der deutsche Importeur Irisch Lifestyle konnte erreichen, daß auch für Deutschland Flaschen dieser zweiten Charge abgefüllt wurden. Diese bilden die second edition"

    http://whisky.de/Forum/forums/permalink/133703/133706/ShowThread.aspx

    An anderes "Gerücht" sagt: 

    "The thing is ... this originally was a once off specially bottled for WHisky Du Maison, I don't even think IDL ever even considered it being released as a "limited edition" just a batch for WDM. There probably has never even been an official IDL press release about this. The batch was probably run off as a minimum batch but this was still a batch of many thousands. This was released in 2005 and did not shift to quickly and WdM could not handle a batch so large on their own so it was then offered to various Geman and a few Dutch retailers. I did not discover this until 2006 and it was not until 2007 2 years after release that the penny finally dropped on how great this whiskey was amongst the whiskey public. Whence it became known as the classic in it's own life time that we know it to be now."

    Eigentlich egal wo sie herkommen:Es gibt wieder 2005 15Years Redbreast und erst ist fast schon wieder weg: Zu einen großartigen Preis! 

    Richtig ist: IDL hat jetzt, wenn auch spät, auf die Vorlieben des Marktes reagiert und füllt eine dritte Edition 2009 ab. Die soll Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommen. Ich und viele andere sind gespannt, ob dieser "Remake" den die Qualität des Vorgängers erreichen wird. Und viel wichtiger noch, kann man die Flaschen unterscheiden?

    Noch einmal Irish Whisky Society:

    "Look for the L number.
    L1 = 2001 l4=2004 L9=2009 etc
    In IDL's case they have it ingraved on the glass. It is hard to see but should be near the base and is more often than not under the label.
    If it says L9****** then that is 2009. I would imagine that the majority of RB12 out there is L9 as it is a good seller.
    Actually I just checked one I have not opened yet and sure enough it has L9 on it but under that again there was an actual date 25/03/09 so I think that confirms that"

    Ich selber konnte diese L Nummer an meiner Flasche im Backbord nicht finden, lediglich die auf Etikett gedruckte Nummer 2005914. Ob es bei den anderen Flaschen im Lager anders ist, werde ich die Tage nachschauen. Ebenso bei der Second Edition, von denen mit Herr Luehmann freundlicher Weise 6 Stück zurückgestellt hat. Falls ich was "entdecke", werde ich es Sie hier wissen lassen.

    Wer rat weis, möge helfen. Wird man die neue Abfüllung 2009 von der Abfüllung 2005 unterscheiden können?

    Ansonsten - Kaufen!

    Posted via email from Joerg Meyer

    03.12.2009

    Cognac jenseits der ausgetrampelten Pfade

    Peter Stang - Geniesser, Gourmand und in Bartender Kreisen kein Unbekannter, gab den entscheidenden Tip - viel besser noch, er brachte die entscheidende Flasche mit:

    PARK COGNAC X.O.

    Auf der London Bar Show, gernervt von schon mittags aufkommenden Lärm der Energie Drink Stände, verschanzten wir uns im Cafè und später dann, die Messe machte eh keinen Sinn mehr, in fantastischen Hotelbars.

    Wir unterhielten uns über Cognac. Eigentlich ein fantastische Spirituose - gerade für eine Bar de Paris. Andererseits - Preis versaut wie beim Champagner und bei den großen Marken zahlt man zuviel für Image und bietet interessierten Gästen zuwenig Qualität - Standardauswahl ...

    Und jetzt PARK - was für ein Cognac! Kraftvoll, Komplex, anspruchsvoll - zu Recht ein XO der Sonderklasse. Er schlägt viele der Üblichen Verdächtigen - spätestens beim Preise. Schwer zu bekommen, aber wenn für gut 60,00 €.

    Jetzt bin ich auf den VSOP gespannt - ich befürchte ich werde unser Cognac Brett mal von den Allerweltscognacs befreihen und mit PARK und weiteren Kleinen Entdeckungen meine persönliche Wiederbelebung dieser edlen Spiritouse feiern.

    Wer noch einen Tip für guten Cognac hat, möge Ihn hier als Kommentar der Nachwelt überlassen.

    http://www.cognacpark.com

    Posted via email from Joerg Meyer

    02.12.2009

    Mixing Malt Whisky: John Glasers Spice Tree - Absolute Kaufempfehlung



    Malt Whisky zieht mich mehr und mehr in seinen Bann. Allerdings, das vorweg: Zum Mixen. Nicht das man mich missversteht. Ich trinke seit dem auch wieder mehr Malt  Whisky pur. John Glaser ist ein ganz besonderer Name im Whisky Business. Und seine Produkte haben mich schon vor der Eröffnung der Bar fasziniert. Seine Art Whisky zu verkaufen ist großartig, findet meine volle Unterstützung. Artisan Scotch Whisykmaker - so sein Untertitel. Michael Jackson nannte Ihn "John Glaser, das Enfant Terrible der Whisky Industry. Recht so!
    Seit kurzem gibt es in Deutschland "wieder" Compass Box  Spice Tree. Wieder, weil es Ihn schon einmal gab. Super Rare Sammler Flasche. Wieso?  Die SWA Scotch Whisky Association zwang CB nahezu die Produktion einzustellen. John Glaser hatte, Pionier wie er ist, im Fass mit hochwertigen französischen Dauben gearbeitet. Dies beeinträchtige den Reifeprozess nicht unerheblich. Allerdings hat die SWA das nicht zugelassen. Also wurde die Produktion eingestellt. Und nunmehr, nach gut 3 Jahren "Entwicklungsarbeit" und SWA geprüft jetzt: Erste Reifung: In First Fill und Refill Fässern aus amerikanischer Eiche. Zweite Reifung: Nach speziellen Vorgabe gefertigt aus intensive getoasteten Fassenden aus Französischer Vogesen Eiche.
    Das Ergebnis finde ich mehr als Beeindrucken: Süßliche Aromen, Gewürze, Muskat, Vanille, Zimt, Ingwer, Nelke. Weihnachten, ick hör Dir trapsen!
    Was mich noch mehr beeindruckt. der Preis. z.B. bei www.weinquelle.com  - 35,50 €.
    Ich hätte gedacht, das er irgendwo bei 50,- / 60,- € liegt. Schlägt viele der bekannten großen Highland (überwiegend Brora) um Klassen. Um für den Preis bei uns absolut vermixbar. Ganz nebenbei finde ich das Design fantastisch. Ist eigentlich Nebensache, findet aber doch Zuspruch bei unseren Gästen. Pur kann der Gewürz Baum auf ganzer Linie glänzen. Wie gesagt, ich finde Ihn für Cocktails großartig
    Spice Tree gibt einen der besten Padovanis die ich bislang getrunken haben. Im Grunde genommen kann die gesamte bekannte Blended Scotch Whisky Drinks Liste gegen diesen gehaltvollen Klassiker ausgetauscht werden. Rusty Nail ... ja bitte (Natürlich nicht halb halb ... eher 6 zu 2 würde ich sagen), Rob Roy, Bobby Burns. Ich habe bislang diese Vier mit dem Spice Tree probiert. Die Üblichen Verdächtigen, verwendeten Scotch, werden in Aromatik und Komplexität durchweg um Längen "geschlagen"
    Meine Empfehlung für die Bar oder als Geschenk für den Whiskyliebhaber zum Fest.
    THE SPICE TREE - Komplexer Highland, verdammt gutes Preis/Leistungs Verhältnis, und sieht auch noch gut aus!
    www.prineus.com - Deutscher Importeur Compass Box

    Disclaimer: Gerd Schmerschneider von Prineus hat mir die Probeflasche kostenlos zur Verfügung gestellt.